US-Präsident Donald Trump hat einer Demonstration in Bern Beachtung geschenkt und diese als “Pro-Trump-Kundgebung” bezeichnet, was allerdings nicht vollständig zutrifft.
Am Samstag fand vor der US-Botschaft in Bern eine genehmigte Kundgebung statt, die auch das Interesse von Donald Trump auf sich zog. Er veröffentlichte zu dieser Demonstration einen Beitrag auf seinem Kurznachrichtendienst Truth Social. Dabei bezog er sich auf einen Instagram-Post von Callista Gingrich, derzeit US-Botschafterin in Bern.
Callista Gingrich berichtete: “Unterstützer der US-Politik gegenüber dem Iran, darunter viele Iraner, versammelten sich heute friedlich zu einer Demonstration in Bern.” Trump erweiterte diese Darstellung und sprach von einer “Pro-Trump- sowie Pro-USA-Kundgebung”, wobei er die Präsenz zahlreicher “Pro-Trump”-Plakate hervorhob. Tatsächlich waren auf einigen Transparenten Botschaften wie “Thank you, President Trump” zu lesen.
Online bezeichnen sich die Teilnehmenden der Kundgebung als Monarchisten und Anhänger von Reza Pahlavi. Der 65-Jährige ist der Sohn des ehemaligen persischen Schahs und lebt im Exil. Er tritt seit Jahren als bedeutender Gegner der aktuellen iranischen Führung auf, insbesondere während des andauernden Konflikts, wo er sich zum führenden Oppositionellen entwickelte und einen politischen Wandel forderte.
Seine Anhängerschaft besteht hauptsächlich aus Teilen der iranischen Diaspora, die in den USA einen wichtigen Verbündeten im Kampf gegen das Regime in Teheran sehen. Pahlavi befürwortet zudem die israelisch-US-amerikanischen Aktionen gegen den Iran.
Trump zu unterstellen, dass es sich um eine “Pro-Trump-Demonstration” handelte, erfasst nur einen Teil der Realität. Zwar gibt es bei den Teilnehmenden Sympathien für die US-Iran-Politik, doch im Mittelpunkt steht die Unterstützung für Pahlavi und den Widerstand gegen das iranische Regime.