Das Vorhaben einer neuen McDonald’s-Filiale am Limmatquai in Zürichs Altstadt ist vorerst gestoppt. Wie der «Blick» berichtet, hat das Baurekursgericht die erteilte Baubewilligung aufgehoben. Anwohner hatten sich gegen dieses Projekt gewehrt und damit Erfolg.
Die Rekurse von Eigentümern und Mietern benachbarter Immobilien richteten sich unter anderem gegen die Kamine des geplanten Lokals, da diese nicht in das historische Erscheinungsbild der Häuser am Limmatquai passten. Das Baurekursgericht unterstützte diese Argumentation: Bauvorhaben müssten gestalterischen Anforderungen auch aus nicht öffentlichen Blickwinkeln genügen. Die Kamine, die sich in einem engen Sichtbereich befinden und störend wirken, wurden vom Gericht besichtigt.
Ein Sprecher von McDonald’s äußerte Verwunderung über das Urteil, betonte jedoch, dass der Dialog mit den Nachbarn gesucht wurde und deren Anliegen in das Betriebskonzept integriert worden seien. Seit fast einem Jahr protestieren die Anwohner gegen die Filiale aus Sorge um Lärm und Müllverschmutzung – geplante Öffnungszeiten reichten bis 5 Uhr nachts an Wochenenden.
Eine Online-Petition mit über 2200 Unterschriften, darunter jene des Grossmünster-Pfarrers Christian Walti und der britischen Schauspielerin Emma Thompson, forderte das Aus für das Restaurantprojekt. McDonald’s hat nun drei Wochen Zeit, den Gerichtsentscheid anzufechten.