Die Bezeichnung ‘Links’ wird oft synonym für exklusive Golfanlagen genutzt. Weltweit existieren nur rund 160 authentische Links-Golfplätze, während die übrigen als solche nicht gelten.
Für Liebhaber von Seaside- und Inland-Links-Courses spielt es keine Rolle, ob ein Platz direkt an der Küste oder lediglich mit Meerblick liegt. Charakteristisch für diese Plätze ist ein sandiger Untergrund sowie spärliche Vegetation wie Ginster und Heidekraut. Oft begegnet man kleinen Wasserläufen und hohen Dünen, während die erhöhten Grüns das Spiel zusätzlich erschweren.
Die natürlichen Bedingungen der Inland- oder Seaside Links-Courses sind rau und unberührt. Wind vom Meer her verkompliziert das Spiel, und im Sommer führt der harte Boden dazu, dass die Bälle oft nicht anvisierte Ziele erreichen. Sandbunker auf diesen Plätzen sind oftmals so hoch, dass Spieler gezwungen sind, rückwärts herauszuspielen. Ginsterbusch-Pannen sind schwer zu vermeiden und schwierig zu beheben.
Die erhöhten Greens fördern oft ‘bump and roll’-Schläge, da ein hoher Schlag das Risiko birgt, vom Grün abzurutschen. Seaside Links-Courses folgen typischerweise einem Layout von neun Löchern entlang der Küste und weitere neun zurück im Landesinneren.
Im Folgenden werden einige europäische Favoriten vorgestellt:
**Club de Golf Alcanada, Mallorca, Spanien:** Dieser Platz in der Bucht von Alcúdia ist umgeben von Naturschutzgebieten, was einen unverstellten Meerblick ermöglicht. Arnold Palmer äußerte sich 1984 lobend über die Back Nine: “Ich mag die ersten fünf Löcher entworfen haben, aber mit Sicherheit hat Gott die Back Nine entworfen.” Herausforderungen bieten hier wellige Fairways, hohe Dünen und strafende Vegetation.
**Northwest Ireland:** Hier liegen der einzigartige Old Course und der Robert Trent Jones Cashen Course inmitten von Sanddünen. Beide Plätze am Atlantik sind geprägt durch die beeindruckende Natur, die das Spiel beeinflusst.
**Sylt Süden:** Gespielt wird entlang der Küste und im Naturschutzgebiet. Jedes Loch ist von Sand und Heidekraut umgeben, mit kurzen Löschwegen und Vergleichen zu schottischen Plätzen.
**Costa Navarino, Baycourse, Griechenland:** Entworfen von Robert Trent Jones, bietet dieser 2011 eröffnete Platz verschiedene Strand-Grüns und natürliche Landschaften. Die Herausforderungen sind auch für erfahrene Golfer nicht zu unterschätzen.
**Vale do Lobo Golfplätze (Ocean und Royal):** Beide Plätze bieten atemberaubende Atlantik-Blicke mit gewundenen Fairways und anspruchsvollen Grüns.
**Frankreich:** Als einer der drei schönsten Frankreichs gilt dieser Platz, der 18 Löcher zwischen Klippen bietet. Die Spieler müssen den wechselnden Winden trotzen.
**Tecina Golf, La Gomera, Spanien:** Dieser 18-Loch-Platz ist von kanarischer Flora umgeben und bietet Meerblick auf allen Abschlägen. Der erste Abschlag befindet sich auf einer Erhöhung, danach führt der Weg entlang des Meeres.
**Thracian Cliffs Golf, Kavarna, Bulgarien:** Von Gary Player entworfen, gilt dieser Platz als einer der abenteuerlichsten in Europa. Jedes Loch bietet einen Meerblick und stellt selbst erfahrene Golfer vor Herausforderungen. Ein Highlight ist das sechste Loch mit einem über 40 Meter tieferliegenden Grün am Meer.