Ich hatte eine merkwürdige Beobachtung gemacht: Jeden Tag, ohne Ausnahme, musste ich niesen. Obwohl keine Erkältung vorlag und Gräserpollenzeit noch nicht begonnen hatte – die Ursache meiner Allergie – nahm ich Allergietabletten ein und erlebte Linderung.
Erst nach genauerem Hinsehen in meiner Wohnung kam mir der Verdacht auf Hausstaubmilben. Ich musste zugeben, dass mein Staubwischverhalten nicht die beste war; dazu war mein Staubsaugroboter für höher gelegene Flächen ungeeignet.
Ohne einen ärztlichen Test unternahm ich dennoch Maßnahmen gemäß der Empfehlungen des Allergiezentrums Schweiz: Häufiges Waschen der Bettwäsche, konstantes Lüften, Einsatz von Kopfkissen für Allergiker und strategisch platzierte Staubtücher zur erleichterten Reinigung. Auch Luftfilter kamen zum Einsatz, die Lammfelle wurden im Garten ausgeschlagen, und ich wusch sogar den Textilbezug meines Sofas in der Waschmaschine – eine entscheidende Maßnahme.
Meine Niesanfälle nahmen deutlich ab und sind mittlerweile ein seltener Gast. Doch nach einer Zeit der Ruhe begannen die Staubtücher, Luftfilter und Lammfelle erneut zu stauben. Beim Betrachten des sich vermehrenden Staubs an schwer zugänglichen Orten fiel mir auf, dass ich wieder öfter niese.
Für mich ist der Gedanke, die Wohnung blitzblank zu putzen, keine Freude – zufrieden bin ich mit sauberen Bädern und einer aufgeräumten Küche. Trotzdem scheint mein Körper mehr Reinlichkeit zu fordern.
In Erinnerung an Zeiten mit Putzhilfen, die den Staub bemängelten, frage ich mich, ob eine erneute Anstellung nicht ein kluger Schritt für meine Gesundheit wäre.