Die Artemis-2-Mission wurde vielfach gelobt, besonders vom ESA-Astronauten Alexander Gerst. Er bringt aus seiner fast einjährigen Erfahrung im Weltraum wertvolle Einsichten mit.
Alexander Gerst, der sowohl als Geophysiker als auch Vulkanologe tätig war, trat 2010 nach seinem Auswahlverfahren bei der ESA in die Astronautenränge auf. Er verbrachte insgesamt 362 Tage auf der Internationalen Raumstation ISS.
In einem Gespräch mit SRF News äußerte sich Gerst positiv über den Verlauf der Artemis-2-Mission, die wie im Bilderbuch abgelaufen sei. Er gratulierte der NASA für ihre Hauptverantwortung bei der Mission und betonte die wichtige Rolle der ESA und deren europäischen Teams, einschließlich Beteiligungen aus Deutschland und der Schweiz.
Für Gerst markiert Artemis 2 eine bedeutende Testmission mit Blick auf zukünftige Mondlandungen. Er erklärte, dass bei kommenden Missionen Andocktests an die Mondlandefähre durchgeführt werden sollen. Die darauf folgenden Missionen zielen darauf ab, Gebiete zu erreichen, die von Apollo-Missionen unberührt blieben.
Langfristiges Ziel ist es, Forschungsstationen ähnlich denen in der Antarktis auf dem Mond einzurichten. Der Mond wird als ein achter Kontinent gesehen, dessen Erforschung die nächste Ära der Weltraumforschung einleitet.
Trotz einer langen Pause bei Mondlandungen bleibt das Interesse an unserem natürlichen Satelliten bestehen. Forscher betonen die Bedeutung des Mondes für wissenschaftliche Erkenntnisse, wie zum Beispiel die Untersuchung von Meteoriteneinschlägen.
Besonders im Südpol des Mondes gibt es Wasser in eisigen Kratern, das seit Milliarden Jahren existiert und aus dem All stammt. Dies könnte Aufschluss über frühe Lebensformen geben und Fragen nach Leben im Universum beantworten.
Die Schweiz hat mit ihren Motoren zur Steuerung der Solarpaneele wesentlich zur Artemis-Mission beigetragen, an der 13 Länder beteiligt waren. Dies unterstreicht die Bedeutung der internationalen Kooperation in der Raumfahrtindustrie und dient als Inspiration für junge Menschen weltweit.
Das Gespräch führte Bähram Alagheband. Mehr dazu erfahren Sie heute Abend um 19:30 Uhr in der «Tagesschau» auf SRF 1.