Der Bundesrat plant die Einführung strengerer Eigenkapitalvorschriften für die UBS, um eine mögliche Bankenkrise zu verhindern. Der Schweizerische Bankpersonalverband, vertreten durch Vizepräsidentin Natalia Ferrara, äußert jedoch Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen dieser sogenannten «Lex UBS» auf die Mitarbeiter. Ferrara warnt vor dem potenziellen Verlust von tausenden Arbeitsplätzen und befürchtet, dass die zusätzliche Kapitalaufstockung zu Lasten der Angestellten gehen könnte. Die Bank steht bereits vor Herausforderungen durch die Übernahme der CS und den fortschreitenden Digitalisierungsprozess, was den Personalabbau wahrscheinlich macht.
Ferrara betont: «Das Personal wird die Zeche zahlen. Wir sind klar gegen diesen Bundesratsvorschlag.» Der Gesetzesentwurf des Bundesrats befindet sich noch im parlamentarischen Verfahren, weshalb der Gewerkschaftsverband versucht, Einfluss auf National- und Ständerat zu nehmen. Ferrara appelliert: «Es gibt Alternativen, die man prüfen kann. Jeder Arbeitsplatz ist wichtig für unseren Wohlstand.»
Die genaue Anzahl der gefährdeten Stellen bleibt ungewiss. Im schlimmsten Fall könnte ein Umzug des Hauptsitzes ins Ausland bis zu 10’000 Schweizer Arbeitsplätze bedrohen, so Ferrara. Aktuell beschäftigt die UBS etwa 33’000 Personen in der Schweiz.
Eine von der Bank bei BAK Economics in Auftrag gegebene Studie untersucht die volkswirtschaftlichen Auswirkungen des Vorhabens. Claude Maurer, ein Mitautor der Studie, bestätigt das reale Risiko zusätzlicher Stellenstreichungen: «Regulierung bringt immer Kosten mit sich.»
Der Bundesrat und die Nationalbank argumentieren, dass Mehrkosten auf ausländische Kunden überwälzt werden könnten, wodurch das Schweizer Geschäft nicht betroffen wäre. Detaillierte Angaben zu den Auswirkungen auf inländische Mitarbeiter liegen jedoch nicht vor.