Magdalena Leitner berichtet, dass eine Politikerin aus Luzern vorschlägt, den Beginn der Schule zu verschieben, um bessere Noten durch mehr Schlaf zu ermöglichen. Die Meinungen unter jungen Menschen sind geteilt.
Elin Elmiger von der SP fordert, die Schulzeiten an den biologischen Rhythmus der Jugendlichen anzupassen. Ihrer Ansicht nach verschiebt sich dieser um bis zu drei Stunden nach hinten, wodurch Schlafprobleme entstehen können. Mangelnder Schlaf kann Stimmungsschwankungen und Konzentrationsprobleme zur Folge haben sowie das Risikoverhalten erhöhen.
Was halten Sie davon, den Schulstart für Jugendliche später zu beginnen?
🛏️ Ich finde es sinnvoll. Forschungen zeigen die Bedeutung von ausreichendem Schlaf.
🌄 Einige Schüler möchten früh starten. Eine gerechte Lösung wäre ideal.
👔 Nein, es ist wichtig, den Tagesablauf zu erlernen, der später im Leben gilt.
🦥 Ich bin dagegen. Bessere Gewohnheiten könnten Schlafmangel verhindern.
Eine Studie zeigt positive Effekte auf: Die Oberstufe Gossau in St. Gallen führte vor drei Jahren “gleitende Randzeiten” ein, wobei der Unterricht ab 8.30 Uhr oder später startet. Wissenschaftler der Universität Zürich beobachteten, dass 95 Prozent der Schüler den späteren Start nutzten und unter der Woche durchschnittlich 45 Minuten länger schliefen. Berichte über Einschlafprobleme nahmen ab und die Lebensqualität verbesserte sich.
Des Weiteren zeigten Tests in Mathematik und Englisch bessere Leistungen. Die Kanti Alpenquai in Luzern startete bereits 20 Minuten später, was sowohl Lob als auch Kritik nach sich zog. Dies half den Schülern und entlastete den öffentlichen Verkehr.
Quellen: Persönliche Gespräche mit Jugendlichen, Postulat von Elin Elmiger, Medienmitteilung der Universität Zürich sowie Berichte von zentralplus.