In einer dramatischen Schlussabfahrt der Saison sichert sich Dominik Paris seinen 20. Weltcup-Sieg im Abfahrtslauf. Der Italiener setzt sich durch, während Franjo von Allmen mit einem Rückstand von nur 19 Hundertsteln knapp das Podium verpasst.
Franjo von Allmen war der einzige Fahrer, der dem starken Paris Paroli bieten konnte und beendete die Saison mit einem beeindruckenden 15. Podestplatz seiner Karriere. Der Berner Oberländer schafft es zum zweiten Mal in Folge auf den zweiten Platz in der Disziplinenwertung. Mit 515 Punkten aus neun Rennen erreicht er sieben Zähler weniger als im Vorjahr, trotzdem zeigt er sich zufrieden: “Es war ein Auf und Ab”, sagt von Allmen gegenüber SRF, insbesondere bei Rennen in Kitzbühel und Wengen.
Zwei Schweizer Serien bleiben durch diesen Lauf bestehen. Zum 23. Mal hintereinander erreicht mindestens ein Schweizer Fahrer das Podium, während es der zehnte Auftritt eines Schweizers auf dem Treppchen in Kvitfjell ist.
Der Sieg geht an Paris, der die Abfahrt zum fünften Mal gewinnt und damit seinen 20. Erfolg in dieser Disziplin feiert. Zuletzt hatte er hier vor einem Jahr sowohl die Abfahrt als auch den Super-G dominiert. Dieser Saison gelang ihm bei Podestplatzierungen in Gröden (3.) und Crans-Montana (2.) sein erstes Sieg des Winters.
Mit diesem Triumph teilt Paris sich nun Platz zwei in der Bestenliste mit Peter Müller, während Franz Klammer mit 25 Erfolgen an der Spitze bleibt. Dritter wird Vincent Kriechmayr, der seine Karriere noch offenlässt und nur sechs Hundertstel hinter dem viertplatzierten Alexis Monney bleibt.
Marco Odermatt hingegen erreicht in Kvitfjell lediglich Rang sieben – sein schlechtestes Resultat dieser Saison. Dennoch sichert er sich zum dritten Mal den Gewinn der Disziplinenwertung mit einer herausragenden Bilanz von sieben Podestplatzierungen und einem Punkteschnitt von 78,4.
Odermatt kommentiert: “Es ist schon bemerkenswert, so häufig um den Sieg zu fahren.” Sein knapp verpasster Erfolg in Kitzbühel bleibt der einzige Wermutstropfen dieser Saison.
Der Zürcher Niels Hintermann beendet seine Karriere mit einem letzten Lauf in Kvitfjell, wo er auch zwei seiner Abfahrtssiege feierte. “Es war ein Genuss, ohne Druck zu fahren”, sagt der 30-Jährige nach dem Rennen, während ihn Wegbegleiter im Ziel bejubeln.