Ein ehemaliger Nationalspieler des FC Luzern, der Teil des Staffs ist, steht im Mittelpunkt eines Skandals wegen einer rassistischen Bemerkung gegenüber einer gegnerischen Spielerin. Das Schweizer Nachrichtenportal «Blick» berichtet über einen Videoaufzeichnung, in welcher das Teammitglied die 17-jährige GC-Stürmerin Deborah Nyota Kabela beleidigt haben soll. Der Vorfall ereignete sich während eines U20-Frauenfußballspiels zwischen Luzern und Zürich.
Die Aussage, aufgezeichnet als «Es ist mir scheissegal, ich sage auch Mohrenkopf», sorgt für Empörung in der Schweizer Medienlandschaft. Der FC Luzern hat gegenüber dem Magazin erklärt, dass sie den Vorfall umfassend und konsequent untersuchen werden. Sie führen Gespräche mit allen beteiligten Personen des Spiels vom vergangenen Sonntag.
Der Schweizerische Fussballverband (SFV) hat bereits ein Verfahren eingeleitet, wie «Blick» berichtet. Dabei wird der Spielbericht analysiert und Berichte von Schiedsrichtern sowie beteiligten Personen eingeholt. Mögliche Strafen reichen von Verweisen über Geldstrafen bis hin zu Suspensionen oder Funktionssperren.
GC hat den Vorfall zudem an die «Swiss Sport Integrity» gemeldet. Deborah Nyota Kabela, die sich derzeit in guter Verfassung befindet, erhielt nach ihrem Instagram-Post viel Unterstützung, darunter von Nationalspielerinnen. Das betroffene Luzerner Staffmitglied hat bislang keine Stellungnahme abgegeben.