Die Bergbauunternehmerin Gina Rinehart, bekannt als die reichste Person Australiens, lässt ihre Präsenz regelmäßig auf der medialen Bühne erscheinen. Der Guardian widmete sich dem Nachspüren ihrer Besuche bei Veranstaltungen wie Trumps Wahlparty in Mar-a-Lago und dokumentierte detailliert ihre Interaktionen mit anderen Gästen.
Rineharts Unterstützung für die MAGA-Bewegung ist kein Geheimnis. Sie soll sogar Mitarbeiter dazu aufgefordert haben, Donald Trumps Antrittsrede anzusehen und zählt sich zu den sogenannten “Trumpettes” – einem Kreis vermögender Frauen, die bei Cocktailpartys für Trumps Agenda werben.
Toni Holt Kramer bezeichnet Rinehart sogar als die “weibliche Trump”, vermutlich wegen ihres Einflusses und Besitzes einer silbernen Skulptur des Maskottchens “Peanut”. Dieser Eichhörnchenstar hat sich nach seinem Tod zum Symbol der rechtslibertären Bewegung entwickelt.
Während JD Vance 2024 über den Verlust von Peanut in Rage geriet und Elon Musk die Bürokratie kritisierte, bleibt Rinehart eine Figur des öffentlichen Interesses. Eine jüngste Entwicklung ist der Abschluss eines dreizehnjährigen Gerichtsstreits mit ihren Kindern, bei dem sie gezwungen wurde, einen Teil ihres Vermögens abzutreten.
Urs Wälterlin von SRF kommentiert, dass Rinehart zwar über dieses Vermögen hinwegsehen kann, jedoch die Bindung zu ihrer Familie gelitten hat. Ihre Erfolgsgeschichte bei der Entwicklung des Unternehmens Hancock Prospecting kommt mit dem Preis, ihre Kinder fernzuhalten.
Geboren in Perth, genießt Rinehart den Ruf einer extravaganten Gastgeberin und fördert den australischen Sport als Mäzenin. Politisch versucht sie durch Spenden an die Opposition und Kooperationen mit Thinktanks Einfluss zu nehmen.
Rineharts Unternehmensaktivitäten umfassen nun auch Öl- und Gasförderung, wobei sie den Klimawandel als Mythos abtut. Trotz einer harten Geschäftspolitik zeigt sich Rinehart manchmal großzügig gegenüber ihren Mitarbeitern, was ihre komplexe Persönlichkeit unterstreicht.
Quelle: SRF 4 News, 17.04.2026