Endlich kommt Bewegung in das umfangreiche Überbauungsprojekt «Sonne» in Emmenbrücke. Nachdem der politische Entscheid zwei Jahre zurückliegt, ist nun auch das Baugesuch öffentlich zugänglich – dies berichtet die “Luzerner Zeitung”. Das Vorhaben sieht 201 Wohnungen vor, eine Reduktion gegenüber den initial geplanten 275 Einheiten.
Die Realisierung umfasst vier Mehrfamilienhäuser mit sieben bis acht Stockwerken. Die Wohnungskonzepte variieren von 1,5-Zimmer- bis hin zu geräumigen 5,5-Zimmer-Wohnungen. Von den insgesamt geplanten Wohnungen sollen 49 als Eigentumswohnungen verfügbar sein; die übrigen werden vermietet. Rund zehn Prozent der Einheiten müssen laut Vorgaben preisgünstig bleiben.
Mit einem Budget von circa 74 Millionen Franken wird das Projekt durchgeführt, wobei moderne Technologien wie Solaranlagen, Fernwärme-Anschlüsse und begrünte Flachdächer zum Einsatz kommen. Die Umgebung des Areals soll sich ebenfalls wandeln: Statt der bestehenden Aussenparkplätze entsteht eine Tiefgarage mit über 100 Plätzen.
Grundsätzlich wurde das Baugesuch aufgrund notwendiger Anpassungen, insbesondere bezüglich der Zufahrt von der Gersagstrasse, erst jetzt öffentlich zugänglich gemacht, wie es der Projektleiter gegenüber der “Luzerner Zeitung” erklärte.
Der Weg bis hierhin war lang und komplex. Bereits 2019 wurde ein Siegerprojekt vorgestellt mit dem Baubeginn ab 2022 als Ziel. Der Bebauungsplan scheiterte jedoch im Einwohnerrat 2022 aufgrund breiter Kritik, die von städtebaulichen Bedenken bis hin zur Zukunft des Gasthauses Adler reichte. Ein Jahr darauf unternahm die Gemeinde einen neuen Versuch und passte das Projekt an – mehr Grünflächen, reduzierte Parkplätze und ein Anteil gemeinnütziger Wohnungen wurden integriert.
Der Durchbruch erfolgte 2024: Der Bebauungsplan wurde vom Einwohnerrat genehmigt. Gleichzeitig zogen Einsprachen zurück und das Areal um das Gasthaus Adler wechselte den Besitzer, wodurch die wesentlichen Hürden aus dem Weg geräumt wurden.
Mit der Veröffentlichung des Baugesuchs ist das Projekt nun einen Schritt weiter. Ein Baustart könnte Ende 2026 erfolgen; die ersten Wohnungen sind für die Jahre 2029 oder 2030 geplant.