Der Eurovision Song Contest erfordert auch in diesem Jahr umfassende Sicherheitsmaßnahmen. Die österreichische Polizei setzt täglich Hunderte Beamte und Sprengstoffspürhunde ein, unterstützt von der Spezialeinheit Cobra. Diese Maßnahmen sind notwendig aufgrund geopolitischer Spannungen, erwarteter Proteste und potenzieller Cyberangriffe. Das FBI beteiligt sich an der Vorbereitung einer Taskforce in New York für die ESC-Woche.
Vizepräsident Dieter Csefan von der Wiener Landespolizeidirektion betont die Präventionsbemühungen: “Bis zum Start des Wettbewerbs werden Sicherheitsüberprüfungen bei über 16.000 mit dem ESC verbundenen Personen durchgeführt.” Die Stadthalle, Austragungsort der Shows, ist zu einer Hochsicherheitszone aufgewertet worden.
Auch die Garagen rund um den Veranstaltungsort werden intensiv kontrolliert, um potenzielle Bedrohungen abzuwehren. Der israelische Beitrag zum ESC 2026 hat geopolitische Spannungen verursacht, weshalb einige Länder wie Spanien und Irland den Wettbewerb boykottieren.
Am Finaltag rechnet die Polizei mit Störaktionen, darunter eine angemeldete Demonstration von etwa 3000 Personen aus dem pro-palästinensischen Bereich. Seit dem israelischen Terrorangriff im Oktober 2023 ist Österreich auf der zweithöchsten Sicherheitsstufe.
Die vielschichtige Bedrohungslage in Europa zeigt sich unter anderem durch das Risiko von islamistisch motivierten Anschlägen. Die israelische Delegation und deren Fans gelten als besonders gefährdet. Im ESC-Village am Rathausplatz sind Taschen bei den Public Viewings verboten.
Die Halbfinalshows werden am 12. und 14. Mai um 21:00 Uhr auf SRF 2 übertragen, das Finale am 16. Mai um 21:00 Uhr auf SRF 1. Eine Pre-Show mit Michel Birri und Sandra Studer geht dem ersten Halbfinale voraus.
Alle Sendungen sind zudem im Liveticker der SRF News App verfolgbar.