In Schweizer Verkehrsmitteln werden jährlich etwa 130’000 Objekte gefunden, was die Vielfalt der Gegenstände erklärt. Flughafen Zürichs Fundbüro hat bemerkenswerte Dinge wie ein Gebiss und eine Urne gesammelt. Swissport International, verantwortlich für die Fundstücke am Flughafen, registriert täglich über 240 Objekte, darunter etwa zehn Paar Airpods. Tamara Suknovic von Swissport bemerkt: «Die Fundgegenstände spiegeln technologische Trends wider.» Die SBB berichtet ebenfalls von zahlreichen Verlusten, wobei Kopfhörer und Handys führend sind. Vanessa deJesus vom SBB-Fundbüro erwähnt in einem Podcast die hohe Anzahl dieser Gegenstände: «Wir erhalten viele Kopfhörer und Handys.» Zudem wurden ein Aktenkoffer mit 13’000 Franken sowie ein Verlobungsring im Wert von 22’000 Franken gefunden. Musiker Stefan Buck, Frontsänger der Band Hecht, ließ einmal seinen Laptop mit unveröffentlichten Songs in einem Zug zurück. Andere Funde der SBB umfassen Hochzeitskleider, eine Gorilla-Maske und einen großen Fernseher von 65 bis 75 Zoll. Jacken, Taschen oder Rucksäcke sind häufig vergessene Gegenstände, während die Zürcher Verkehrsbetriebe (VBZ) auch größere Dinge wie Rollatoren und Kinderwagen erwähnen. Die SBB gibt an, dass verlorene Gegenstände doppelt so oft abgeholt werden wie am Flughafen: 61 Prozent Rückgabequote im Vergleich zu rund 45 bis 50 Prozent bei den VBZ. Unbeanspruchte Fundstücke werden normalerweise entsorgt oder verkauft. Die SBB hält Wertgegenstände üblicherweise drei Monate auf, während weniger wertvolle Dinge etwa einen Monat gespeichert werden. Danach gehen sie an den Fundsachenverkauf in Zürich.