In Gonten, dem einzigen Ort im Kanton Appenzell Innerrhoden mit einem privaten Tunnel, entsteht unter Jan Schochs Leitung ein neues Luxus-Hotel. Der Tunnel verbindet das Drei-Sterne-Hotel “Bären” mit dem Fünf-Sterne-Haus “Quell”, beide ohne Einsprachen genehmigt. Durch den Tunnel gelangt man in einen Weinkeller, der nur mittels Gesichtserkennung zugänglich ist und von Hans Rhyner, einem bekannten “Weinguru”, verwaltet wird. Rhyner hat hier die Verantwortung übernommen, nachdem er zuvor große Schweizer Weinkeller führte. Der im “Quell” gelegene Keller erstreckt sich auf zwei Stockwerken und beherbergt rund 18.000 Flaschen auf einer Fläche von 350 Quadratmetern. Jan Schoch, der mit seinen Hotelprojekten bis 2027 etwa 180 Millionen Franken ausgeben wird, plant zudem den Bau von 50 Ferienwohnungen. Mit diesen Vorhaben wird er zu einem der größten privaten Arbeitgeber im Kanton aufsteigen – in einem Dorf mit nur 1500 Einwohnerinnen und Einwohnern. Die Investitionen Schochs sind bemerkenswert, da sie nicht in bekannten Touristenzentren wie Andermatt oder St. Moritz liegen, sondern in Gonten, wo er sich nach dem Kauf des “Bären” nach seiner Elterns Hochzeit im Jahre 1976 engagiert hat. Das Hotelprojekt orientierte sich an der Architekturgeschichte und verwendete innovative Schwalbenschwanz-Verbindungen bei den Holzbauten. Schoch selbst, einst als “Finanzstar” bekannt durch seine Rolle bei Leonteq, das 2012 an die Börse ging, bevor es wirtschaftliche Rückschläge erlitt, hat nun die Hotelbranche für sich entdeckt. Im Fünf-Sterne-Hotel “Quell” gibt es einen Wellness-Bereich mit teuren Geräten, darunter Kameras zur Bestrahlung mit Negativionen und Kammern für extrem kalte Temperaturen. Schoch bietet hier “holistische” Wellness an und beschäftigt renommierte Experten wie Hans-Peter Veit. Trotz einiger Kontroversen in der Gemeinde, beispielsweise bei den Bauarbeiten oder Gutschein-Verteilungen, behauptet Schoch, ein gutes Verhältnis zur lokalen Bevölkerung zu pflegen. Er vermarktet die 35 bereits verkauften Wohnungen an wohlhabende Klienten. Schochs langfristige Pläne beinhalten zukünftige Renovierungen, und obwohl er nicht sicher ist, ob er diese erleben wird, trägt er Zuversicht in seine Projekte. Als letzten Punkt des Rundgangs zeigt sich die Hotelbar mit einer künstlerischen Decke und musikalischer Untermalung durch den DJ Tom Middleton. Schoch bleibt optimistisch für das nächste Jahr, wenn die 50 Wohnungen fertiggestellt sein werden.