Schon bevor sie flugfähig sind, erkunden Jungexemplare von Amseln, Finken oder Hausrotschwänzen ihre Umgebung. Oftmals ist menschliches Zutun dabei unnötig, da die Elternvögel sich um die Versorgung auch abseits des Nestes kümmern.
Begegnet man einem Jungvogel, rät die Vogelwarte Sempach zu einer genauen Beobachtung vor dem Eingreifen. Das Tier sollte zunächst aus einer Entfernung von mindestens 50 Metern betrachtet werden. Füttern die Elterntiere den Nachwuchs nicht innerhalb einer Stunde, ist eine Kontaktaufnahme mit einer Pflegestation empfehlenswert.
Auch kaum befiederte Nestlinge oder verletzte Vögel sind besser in einer Pflegestation aufgehoben. Eine Aufzucht durch Privatpersonen ist nicht gestattet, wie es weiter heißt.
Nach Angaben der Vogelwarte existieren landesweit etwa 60 solcher Pflegeeinrichtungen für bedürftige und verletzte Vögel in der Schweiz. Bei Anfragen leitet die Vogelwarte an die nächstgelegene Station weiter.