Das kolumbianische Umweltministerium hat im Jahr 2022 die Zahl der wildlebenden Flusspferde mit mindestens 169 Exemplaren beziffert. Ohne effektive Kontrollmaßnahmen könnte diese Population bis zum Jahr 2030 auf über 500 ansteigen und bis 2035 die Marke von tausend überschreiten, prognostiziert die Regierung.
Kolumbien ist das einzige Land außerhalb Afrikas mit einer natürlichen Flusspferdepopulation. Ursprünglich importiert wurden vier Tiere von dem berüchtigten Drogenbaron Pablo Escobar für seinen privaten Zoo. Nach seinem Tod wurden die Flusspferde verwildert.
Umweltbehörden warnen, dass diese invasiven Tiere eine Bedrohung für einheimische Arten wie Seekühe darstellen und aufgrund ihrer Aggressivität auch Fischer sowie Bauern gefährden. Dennoch ziehen sie Touristen in die Region.
Frühere Versuche der Regierung zur Eindämmung durch Kastration seien zu kostspielig und ineffizient gewesen, erklärte Umweltministerin Irene Vélez. Sie gab jedoch keinen genauen Zeitpunkt für das geplante Töten von rund 80 Flusspferden bekannt.
SRF 4 News, 14.4.2026, 14 Uhr