Christian Bucher berichtet, dass die Grünen im Kanton Luzern mehr als nur finanzielle Erhöhungen für Ausbildungsstipendien verlangen. Die Partei begrüsst zwar den geplanten Teilrevision des Stipendienwesens als Fortschritt hin zu größerer Bildungsgerechtigkeit, sieht die Vorlage jedoch in einigen Bereichen als unzureichend an.
Die Unterstützung der Grünen bezieht sich unter anderem auf die Erhöhung der Pro-Kopf-Beiträge und bedarfsgerechte Förderungen für Berufsabschlüsse von Erwachsenen. Diese Maßnahmen könnten finanzielle Belastungen verringern und berufliche Aufstiegswege eröffnen, so die Partei. Zudem lobt sie, dass künftig auch Drittstaatsangehörige mit einer B-Ausweisung Anspruch auf Ausbildungsbeiträge haben sollen.
Trotz dieser positiven Aspekte drängen die Grünen auf weitere Schritte. Sie fordern eine Erweiterung des Kreises der Anspruchsberechtigten um Personen mit vorläufigem Aufenthaltsstatus F und setzen sich gegen Darlehen ein, stattdessen sollten zusätzliche Stipendien geschaffen werden. Die Partei vertritt die Auffassung, dass nicht rückzahlbare Beiträge Priorität haben sollten, um langfristige Schuldenlasten zu vermeiden.
Des Weiteren plädieren sie für die Integration des Postulats 629 von Galliker-Tönz in die Revision. Dieses fordert Bildungsgutscheine zur fachlichen Umschulung und Weiterbildung. Die Grünen sehen darin eine Möglichkeit, berufliche Qualifikationen zu sichern. Ebenso möchten sie den Grundsatz “Stipendien vor Sozialhilfe” klären, um finanzielle wie psychische Entlastungen für die Betroffenen sicherzustellen.
Kantonsrätin Irina Studhalter betont in der Mitteilung, dass die Teilrevision zwar ein Schritt nach vorn sei, jedoch nicht das volle Potenzial ausschöpfe. Die Grünen argumentieren wirtschaftspolitisch, dass mehr Stipendien die Chancengleichheit und langfristig den Arbeitsmarkt sowie den gesamten Kanton stärken könnten.
Verwendete Quellen:
Medienmitteilung der Grünen Kanton Luzern