Die Rad-Weltmeisterschaft in Zürich wurde durch den tödlichen Sturz der Juniorin Muriel Furrer überschattet. Nach einem Absturz, bei dem sie eine halbe Stunde und 26 Minuten unbeobachtet im Wald lag, kam die Schweizer Fahrerin ums Leben. Der Vorfall ereignete sich während des U-19-Straßenrennens in einer nassen Linkskurve oberhalb von Küsnacht.
Die Unfallaufklärung durch die Zürcher Staatsanwaltschaft ergab nun, dass kein strafrechtlich relevantes Verhalten der Veranstalter oder anderer Beteiligter festgestellt wurde. Es werde von einem Rennunfall ausgegangen, wie in einer Mitteilung bekannt gegeben wurde.
Furrers Sturz um 11 Uhr 04 ereignete sich ausserhalb des Sichtfelds der Begleitfahrzeuge und anderer Verantwortlicher. Sie lag verdeckt im Unterholz. Das fehlende lückenlose Tracking sei auf das Fehlen eines Motorrads in unmittelbarer Nähe zurückzuführen, obwohl die Rennvelos mit Transpondern ausgestattet waren.
Die Entdeckung der Athletin um 12 Uhr 26 und die darauf folgende medizinische Versorgung wurden ebenfalls untersucht. Die Staatsanwaltschaft stellte fest, dass keine strafrechtlich relevanten Pflichtverletzungen vorlagen. Furrer wurde notoperiert, verstarb jedoch am nächsten Tag.
Muriel Furrers Eltern forderten nach dem Unfall bessere Tracking-Systeme. Ihr Vater äusserte sich in einem Artikel von «The Athletic» im Dezember 2024 und hoffte auf Veränderungen zur Verhinderung ähnlicher Tragödien.
Die Organisatoren der Tour de Suisse haben daraufhin reagiert, indem sie sämtliche Teilnehmer sowie Begleitfahrzeuge mit GPS-Trackern ausstatteten, um bei Auffälligkeiten Alarm zu schlagen.