Der Kanton Zug ist mit dem Problem der PFAS-Chemikalien konfrontiert, die nicht nur in Seen, sondern auch bei einem Pfadfinderheim entdeckt wurden. Ein Bericht des kantonalen Amtes für Umwelt (AFU) bestätigt eine Belastung auf einer Wiese im Jöchler in Baar.
Diese Chemikalien sind schwer abbaubar und können sich sowohl in der Umwelt als auch im menschlichen Körper ansammeln. Trotz hoher Messwerte sieht das AFU momentan keinen dringenden Handlungsbedarf, da die betroffene Fläche hauptsächlich von älteren Kindern genutzt wird, die weniger Erde in den Mund nehmen und dadurch ein geringeres Gesundheitsrisiko darstellen.
Das Amt rät der Gemeinde Baar und dem Verein Pfadiheim jedoch dazu, mögliche Maßnahmen zu evaluieren und eine freiwillige Sanierung in Betracht zu ziehen. Die Gemeinde hat bereits reagiert und klärt das weitere Vorgehen mit Fachleuten ab, um die kantonalen Anforderungen einzuhalten.
Die Quelle der PFAS-Belastung ist noch unklar; Untersuchungen zeigen, dass sie nicht von einer früheren Deponie auf dem Gelände stammen. Weitere Abklärungen zu Grundwasser, Bodenluft und potenziellen Gasen im Untergrund sind in Arbeit.
Das Areal wird als überwachungsbedürftig eingestuft und beheimatet neben dem Pfadiheim auch die Anlage des Tennisclubs Baar. Die geplante Erweiterung um eine Tennishalle verzögert sich leicht aufgrund zusätzlicher Umweltauflagen; ein Massnahmenplan wird entwickelt, um den Bau- und Betriebsvorschriften gerecht zu werden.
PFAS sind in der Schweiz weit verbreitet: Studien zeigen sie in fast allen untersuchten Böden. Der Bundesrat hat Ende 2025 einen Aktionsplan zur Reduktion dieser Stoffe beschlossen, da besonders die Seenlage problematisch ist. Zuger Fischer müssen sich momentan vermehrt mit den Auswirkungen auseinandersetzen.