Mit 78 Jahren ist Roy Hodgson wieder an die Seitenlinie des englischen Zweitligisten Bristol City zurückgekehrt, nachdem er im letzten Job bewusstlos geworden war. Jürgen Klopp meinte kürzlich, dass Trainerarbeit nicht ewig dauern könne – mit einem Hinweis auf Hodgson als Ausnahme dieser Regel. Nach seiner Karriere beim Liverpool FC und einer Ruhepause ist der Engländer nun bis Saisonende bei Bristol City unterschrieben.
Hodgsons beeindruckend langer Weg im Fußball spannt sich über sechs Jahrzehnte, in denen er als Spieler und Trainer tätig war. Er führte die Schweizer Nationalmannschaft zur WM 1994 und EM 1996.
Der Vertrag mit Bristol City markiert eine Rückkehr an den Ort seines ersten Engagements vor vier Jahrzehnten. Damals half er seinem Club, finanzielle Probleme zu bewältigen, obwohl er nach nur wenigen Monaten entlassen wurde. Hodgson sieht das Ganze jedoch positiv.
Im aktuellen Kontext liegt Bristol City stabil im Mittelfeld der Tabelle, weit entfernt von Abstiegs- und Aufstiegssorgen. Nachdem man sich vom vorherigen Trainer getrennt hatte, soll Hodgson die Mannschaft stärken und seine Erfahrung einbringen. Beim ersten öffentlichen Auftritt zeigte er sich wie gewohnt offen.
Richard Scudamore, Vorstandsmitglied von Bristol seit Oktober, holte Hodgson zurück – dieser konnte dem Angebot nicht widerstehen. Nach einer ruhigen Ruhestandszeit empfand er gelegentlich Langeweile und vermisste Aspekte des Trainerdaseins.
Vor zwei Jahren musste Hodgson bei Crystal Palace aus gesundheitlichen Gründen aufhören, nachdem er während eines Trainings bewusstlos geworden war. Seitdem hält er sich körperlich fit und bestätigt seine gute Gesundheit trotz gelegentlicher Rückenschmerzen.
Das Comeback fügt sich in eine Saison ein, die einige Trainer im fortgeschrittenen Alter zeigt, wie etwa Martin O’Neill bei Celtic Glasgow. Hodgson selbst wird bald 79 und betont die hohen Anforderungen des Jobs. Erst kürzlich wurde der ehemalige rumänische Nationaltrainer Mircea Lucescu während eines Spiels kollabiert.
Hodgson steht vor seinem ersten Spiel bei Charlton und schließt eine dauerhafte Position aus, da er sich nicht auf der Trainerbank sterben sehen möchte.