Mit dem Anstieg der Temperaturen beginnt auch die jährliche Saison der Zecken. In dieser Zeit stellen viele Menschen Fragen zu den lästigen Parasiten und den von ihnen übertragenen Krankheiten. Hier sind einige Antworten dazu.
Zecken bevorzugen bestimmte Körperstellen, weshalb es ratsam ist, besonders auf diese Bereiche zu achten. Was man tun sollte, wenn ein Zeckenbefall festgestellt wird, sowie weitere wichtige Informationen zum Schutz vor Zecken, erfahren Sie hier.
Die Parasiten bevorzugen warme Temperaturen und sind daher in den Monaten Mai bis Juli am aktivsten. Allerdings können sie von März bis November zustechen.
Da viele Zeckenstiche bei Unfallversicherern gemeldet werden, beschäftigt sich auch die Suva, der größte Unfallversicherer der Schweiz, mit diesem Thema. Nach Angaben der Suva gibt es jährlich etwa 18.000 Zeckenstiche im Land. Diese Zahl hat in den letzten Jahren zugenommen.
Eine mögliche Erklärung für diesen Trend sehen die Experten bei der langfristigen Klimaentwicklung. Eine Studie aus der Westschweiz zeigt, dass sich der Lebensraum für Zecken zwischen 2009 und 2018 um über 4000 Quadratkilometer vergrößert hat – etwa doppelt so groß wie der Kanton St. Gallen. Vor allem in Höhenlagen von 500 bis 1000 Metern sind die Bedingungen für Zecken günstiger geworden.
Zecken stechen an allen Körperstellen, bevorzugen jedoch versteckte und warme Bereiche. Häufig findet man sie in den Kniekehlen, Armbeugen oder unter den Achseln sowie im Genital- und Hüftbereich. Bei Kindern sitzen sie oft am Haaransatz oder hinter den Ohren.
Es ist wichtig, den Zeckenkörper nicht zu quetschen, um die Übertragung von Krankheitserregern über den Stechrüssel zu vermeiden. Stattdessen sollte man die Zecke mit einer Pinzette oder Zeckenkarte am Saugapparat greifen und sie vorsichtig herausziehen. Öl oder Alkohol sollten nicht verwendet werden, da dies das Tier reizen kann.
Es gibt auch Angebote für Zeckentests in der Schweiz, bei denen man die entfernte Zecke zur Analyse einsenden kann. Solche Tests sind jedoch teuer und nicht unbedingt empfohlen, da ein positiver Nachweis von Erregern in der Zecke keine Garantie dafür ist, dass sich die gestochene Person infiziert hat. Wichtiger ist es daher, auf Krankheitszeichen zu achten und bei Bedarf einen Arzt aufzusuchen.
Weitere Informationen zum Schutz vor Zecken finden Sie im Artikel über die Biologie der Tiere sowie in Berichten über die von ihnen übertragenen Krankheiten.