In Long Beach, einem Raumfahrt-Hotspot an der Westküste Amerikas, entstehen visionäre Konzepte für die Zukunft der kommerziellen Raumfahrt. Hier entwickelt das Startup Vast eine Weltraumstation Haven-1, deren Design an Apple-Stores erinnert – eine Hommage an frühere Tätigkeiten der Chefdesignerin bei dem iPhone-Konzern.
Die Station bietet mit eingelassenem Stauraum und gepolsterten Sicherheitsgurten ein blendendes Ambiente. Durch die Deckenfenster erblickt man Mutter Erde, was den Eindruck des Virtual-Reality-Erlebnisses intensiviert. Vast plant, im unteren Erdorbit sowohl Astronauten als auch wohlhabende Touristen zu beherbergen.
Derzeit strebt das Unternehmen an, die Nachfolge der Internationalen Raumstation (ISS) anzutreten, deren Betrieb voraussichtlich 2030 endet. Die Nasa sucht nach kommerziellen Partnern für ein neues Orbit-Marktplatz-Konzept. Vast und andere Firmen wie Axiom Space oder SpaceX sind in der engeren Auswahl.
Mit dem Wachstum des «Space Business» rechnen Experten von Roland Berger mit einem jährlichen Marktzuwachs von 9 Prozent, was den Umsatz bis 2040 auf zwei Billionen Dollar erhöhen könnte. Schwerelosigkeit bietet neue Möglichkeiten in Bereichen wie Halbleiterherstellung und Medizin.
Touristen und Unternehmen entdecken das All als neues Reiseziel. Vast verkauft bereits Flüge für 2027. Das Raumfahrt-Startup, gegründet von Jed McCaleb, investierte eine Milliarde Dollar in die Entwicklung von Haven-1. Enge Kooperationen mit SpaceX tragen zum Fortschritt bei.
Vast startete seine erste externe Finanzierungsrunde und erhielt einen Nasa-Zuschlag für eine Mission zur ISS im Sommer 2027, um wichtige Erfahrungen zu sammeln. Mit dem Ziel, Haven-2 bis 2032 zu etablieren, plant das Unternehmen, Touristen und Firmenkunden unterzubringen.
Langfristig strebt Vast die Entwicklung einer Raumstation mit künstlicher Schwerkraft an, um längere Missionen im All zu ermöglichen. Diese Vision steht jedoch noch in ferner Zukunft.
Unterdessen arbeitet die Nasa an Anforderungen für den neuen Orbit-Marktplatz und steht unter Druck des Kongresses, was die ISS möglicherweise bis 2032 am Leben erhalten könnte. Dennoch bleibt Vast optimistisch: Das Mission-Control-Zentrum in Long Beach zeigt eindrücklich das Engagement für zukünftige Raumfahrtprojekte.
Die Recherche wurde unterstützt von IWC Schaffhausen.