Die Universität Luzern, die zuvor Einsparungen bei einigen Fächern vorgenommen hatte, kündigt nun eine neue Initiative an der Theologischen Fakultät an. Trotz finanzieller Engpässe in den letzten Jahren, insbesondere an den Fakultäten für Theologie, Kultur- und Sozialwissenschaften sowie Wirtschaft, wo ein Defizit von etwa zwei Millionen Franken bestand, setzt die Universität auf ein neues Studienangebot. Laut einer Mitteilung wird der Bachelor- und Masterstudiengang “Jüdisch-Christliche Beziehungen” eingeführt. Dieser baut auf vorhandene Schwerpunkte wie Judaistik, Theologie, Philosophie sowie auf die Arbeit des Instituts für Jüdisch-Christliche Forschung auf. Professor Christian M. Rutishauser ist federführend bei der Entwicklung dieses Programms.
Die Universität Luzern hebt den historischen, theologischen und gesellschaftlichen Wert des Verhältnisses zwischen Judentum und Christentum hervor. Das Studium soll dazu beitragen, aktuelle Konflikte besser zu verstehen und Antisemitismus kritisch zu analysieren. Neben internationalen Kooperationen und Konferenzen fördert die Universität Sprachaufenthalte in Israel, um den interreligiösen Dialog zu stärken.