Die Gespräche zwischen den USA und dem Iran sind ergebnislos zu Ende gegangen. Die Meinung, dass bei zentralen Themen wie dem iranischen Atomprogramm und der Kontrolle der Straße von Hormus keine Einigung möglich ist, prägte das Nachgespräch. Der Iran blockiert diese wichtige Handelsroute seit Beginn des Konflikts weitgehend.
US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, die Straße von Hormus unmittelbar zu sperren. Barbara Colpi, US-Korrespondentin bei Radio SRF und News Digital, erklärt die Hintergründe. Sie berichtet seit Juli 2022 aus den USA für das Radioprogramm.
Trump nutzt diese Ankündigung als neues politisches Druckmittel. Die militärische Umsetzung ist jedoch unklar und birgt erhebliche Risiken. Der Präsident drohte mit umfangreicher militärischer Gewalt im Falle von Angriffen auf US-Militär oder zivile Schiffe. Zwar spricht Trump zunächst von einer Blockade, doch er beabsichtigt auch die langfristige Kontrolle über die Straße von Hormus zu erlangen.
Eine solche Blockade verstößt gegen das UN-Seerechtsübereinkommen und ist völkerrechtlich kompliziert. Trumps Ziel ist es, Stärke zu demonstrieren und zu signalisieren, dass keine weiteren Verhandlungen stattfinden sollen.
Die Gespräche in Islamabad und vor dem Angriff auf den Iran in Genf sind an maximalen Forderungen gescheitert. Das Atomabkommen von 2015 unter Präsident Barack Obama zeigt, dass Kompromisse notwendig waren. Trump kritisierte das Abkommen als eines der schlechtesten aller Zeiten und hatte es bereits aufgekündigt.
Es ist klar: Eine schnelle Lösung im Konflikt wird ohne Kompromissbereitschaft nicht erreicht. Militärischer Druck allein hat bisher nicht zum gewünschten Erfolg geführt, da der Iran seine Position unverändert hält. Trotz umfangreicher Angriffe blieb eine Kapitulation des Irans aus.
Die USA unter Pentagon-Chef Hegseth und Präsident Trump sprechen dennoch von einem überwältigenden Sieg, doch weitere militärische Eskalationen bergen erhebliche politische und wirtschaftliche Risiken. Washington muss zwischen Demonstration von Stärke und Sicherstellung der Stabilität abwägen, insbesondere angesichts steigender Inflation.
Quelle: Echo der Zeit, 12.4.26, 18:00 Uhr; srf/mcep; kurn