Romaine Rogenmoser (SVP) hat das Präsidium des Kantonsparlaments übernommen, während Carmen Walker Späh (FDP) die Leitung des Regierungsrats innehat. Diese Entscheidungen wurden für das letzte Amtsjahr vor den Wahlen getroffen.
Rogenmoser aus Bülach wurde mit 136 von 176 Stimmen zur neuen Kantonsratspräsidentin gewählt, nachdem Beat Habegger (FDP) das Amt ein Jahr zuvor übernahm. Mit 54 Jahren ist Rogenmoser die 15. Frau an der Spitze des Kantonsparlaments und sitzt seit 2019 im Parlament. Sie hat unter anderem die Präsidentschaft der Zürcher Sektion des Nutzfahrzeugverbands Astag inne.
In ihrer Antrittsrede betonte Rogenmoser, dass sie ihr Amt mit Demut und Respekt wahrnehme. Ihr Ziel sei es, das Wirken des Kantonsrats stärker nach außen zu kommunizieren und die Auswirkungen von Gesetzen für Bürger verständlicher zu machen. Sie hatte bereits 2017 ein Jahr lang den Vorsitz im Stadtparlament Bülach inne.
Zwei weitere Frauen, Monika Wicki (SP, Zürich) und Claudia Hollenstein (GLP, Stäfa), unterstützen Rogenmoser im Präsidium. Laut Parlamentsdiensten ist es das zweite Mal in der Geschichte, dass ein dreiköpfiges Präsidium des Kantonsparlaments aus Frauen besteht; das erste Mal war dies 2007.
Im Regierungsrat hat Carmen Walker Späh seit dem 1. Mai erneut die Rolle der Regierungspräsidentin übernommen und leitet somit zum zweiten Mal diese Funktion. Als Prima inter Pares hat sie eine besondere symbolische Bedeutung, da sie nächstes Jahr aus der Regierung ausscheidet und ihr Amt bis am 30. April 2027 innehat.
Silvia Steiner (Mitte) ist als Bildungsdirektorin neue Vizepräsidentin des Regierungsrats und somit designierte Regierungspräsidentin für 2027/28, obwohl ungewiss bleibt, ob sie bei den Wahlen im nächsten Jahr erneut kandidieren wird. Die Kantons- und Regierungsratswahlen finden am 4. April 2027 statt.