Der Anwalt des am Wochenende festgenommenen Verdächtigen erklärte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur: «Mein Mandant ist nicht beteiligt.» Er wies sowohl die Autorschaft einer Erpresser-Mail an Hipp als auch jegliche Verbindung zu den mit Rattengift versetzten Babynahrungsgläsern zurück.
Laut einem Bericht der «Kronen Zeitung», bestätigte der Rechtsvertreter, dass sein Klient ein ehemaliger Mitarbeiter von Hipp in Österreich ist und 39 Jahre alt.
Die Festnahme des Verdächtigen erfolgte am Samstag im Bundesland Salzburg. Die Vernehmungen setzten sich am Montag in Eisenstadt fort, wie die Polizei mitteilte.
Ein vergiftetes Glas wurde nahe Eisenstadt gefunden; vier weitere wurden in der Slowakei und Tschechien entdeckt. In Österreich wird weiterhin nach einem sechsten möglicherweise kontaminierten Glas gesucht.
In der Schweiz waren keine Produkte von Hipp betroffen, wie ein Unternehmenssprecher Mitte April erklärte. Nachdem Ende März eine Erpresser-Mail in einem Sammelpostfach auftauchte und im April entdeckt wurde, informierte Hipp die zuständigen Behörden.
SRF 4 News, 2.5.2026, 22 Uhr
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