Konstantin Kreibich berichtet, dass der Kanton Luzern plant, ein zentrales Sicherheitszentrum in Rothenburg zu errichten. Dieses Vorhaben kostet voraussichtlich 276 Millionen Franken, weniger als bisher angenommen. Die Bauarbeiten sollen zwischen dem Bahnhof Rothenburg Station und der Autobahn A2 stattfinden.
Bereits im Frühjahr 2023 genehmigte der Kantonsrat einen Sonderkredit von 22 Millionen Franken für die Planung des Projekts, das nun konkrete Gestalt annimmt. Der Kanton betont in einer Mitteilung, dass die bestehende Sicherheitsinfrastruktur an ihre Grenzen stößt – insbesondere bei der Verkehrspolizei und anderen Dienstleistungen.
Das neue Zentrum wird eine Vielzahl von Funktionen beherbergen: Neben den Polizeidiensten, die ihren Hauptsitz nach Rothenburg verlegen werden, ziehen auch die Staatsanwaltschaft 2 Emmen, der Lebensmittelkontroll- und Verbraucherschutz sowie der Veterinärdienst um. Zudem wird eine gemeinsame Einsatzleitzentrale für Luzern und die angrenzenden Kantone Ob- und Nidwalden eingerichtet.
Finanzdirektor Reto Wyss (Mitte) hebt hervor, dass das Gebäude weit über ein reines Verwaltungsgebäude hinausgeht. Nur ein Drittel der Fläche wird als Büros genutzt; es sind auch spezielle Einrichtungen wie eine Schießtrainingsanlage und Labore vorgesehen. Insgesamt sollen rund 700 Menschen dort arbeiten.
Michaela Tschuor (Mitte), die Gesundheits- und Sozialdirektorin, betont den Vorteil eines modernen Labors für den Schutz der Bevölkerung gegen Lebensmittelrisiken und Tierseuchen. Der Kantonsrat wird in seiner Juni-Sitzung über den Sonderkredit von 276 Millionen Franken entscheiden. Das Projekt soll bis Ende November 2026 zur Volksabstimmung stehen, mit einer geplanten Inbetriebnahme im Herbst 2032.
Die Bauarbeiten werden aufgrund der komplexen Baugrube und des schwierigen Baugrunds rund ein Jahr länger dauern als ursprünglich angenommen.