Die Fußballerin Jasmine Imboden, geboren mit kenianischen Wurzeln und aktuell beim Luzerner Sportclub aktiv, thematisiert die strukturellen Probleme von Rassismus im Schweizer Frauenfußball. Sie selbst hat bereits mehrfach rassistische Beleidigungen erlebt. Die jüngste Schlagzeile betrifft eine 17-jährige schwarze Spielerin des FC Luzern, die während eines U-20-Spiels gegen GC Zürich von einem Funktionär beleidigt wurde. Der Vorfall führte zur vorläufigen Freistellung der Beteiligten.
Der Fall ist für Imboden kein Einzelfall, sondern Teil eines tiefergehenden Problems. Sie hat eine Onlinepetition gestartet, um strukturelle Änderungen zu fordern: strengere Sanktionen, klare Protokolle und obligatorische Schulungen. Die Petition erhielt bereits über 7500 Unterzeichnungen.
Jasmine Imboden betont, dass die aktuellen Maßnahmen unzureichend sind, insbesondere da Betroffene oft als Lügner dargestellt werden. Sie fordert präventive Schulungsmaßnahmen und konsequente Sanktionen für Vereine.
Der FC Luzern hat nach dem Vorfall interne Maßnahmen ergriffen, einschließlich der Freistellung der betroffenen Funktionäre und einer Intensivierung von Sensibilisierungsprogrammen. Trotz dieser Bemühungen bleibt die Frage offen, ob solche Maßnahmen ausreichen oder tiefgreifendere Veränderungen notwendig sind.
Imboden hebt hervor, dass Schwarze Spielerinnen nicht nur mit Rassismus, sondern auch mit Sexismus und weiteren Diskriminierungsformen konfrontiert werden. Solidarität von anderen Spielern gibt es zwar, doch laut Imboden reicht dies nicht aus, um das System zu ändern.
Die 35-jährige Fussballerin fordert mehr als nur symbolische Unterstützung; sie ruft nach einem strukturellen Umdenken im Schweizer Fußball.