Die Entdeckung des Dengue-Virus in einer Asiatischen Tigermücke nördlich der Alpen zeigt die dringende Notwendigkeit, gegen diese Plagegeister vorzugehen. Das Kantonale Laboratorium Basel-Stadt hat bekannt gegeben, dass Forscher das Virus bereits 2024 in einer Mücke aus Basel nachgewiesen haben – eine Information, die nun öffentlich gemacht wird.
Trotz der Tatsache, dass nicht alle Tigermücken gefährliche Viren tragen und solche Fälle selten bleiben werden, verdeutlicht dieser Fund die Veränderungen unserer Umwelt durch Klimawandel und globale Reisebewegungen. Ursprünglich aus Südostasien stammend, haben sich diese Mücken über den Handel mit alten Autoreifen in Europa verbreitet. In der Schweiz wurden sie erstmals 2003 im Tessin nachgewiesen und breiteten sich dort schnell aus. Durch den Einsatz von Behörden und Bürgern konnte die Population stabil gehalten werden.
Ähnliche Anstrengungen sind nun auch nördlich der Alpen erforderlich, wo Tigermücken in Basel, Genf, entlang des Rheins bis nach Berlin vordringen. Das Laboratorium hat Kontrollen in Spitäler, Schulen und Wohngebieten durchgeführt und festgestellt, dass dort nur ungenügende Vorkehrungen gegen die Mücken existieren.
Trotz der Gefahr durch Viren wie Dengue, Chikungunya und Zika, welche schwere Symptome verursachen können, geben Experten Entwarnung bezüglich einer dauerhaften Verbreitung in Mitteleuropa. Dennoch sind lokale Ansteckungen möglich, und die Mücken selbst stellen ohne Viren eine erhebliche Belastung dar.
Im Tessin hat sich gezeigt, dass durch Engagement der Bevölkerung Tigermückendichten kontrolliert werden können. Hierzu zählt das Entleeren von Behältern in Gärten und die Behandlung stehenden Wassers mit biologischen Mitteln. Diese Praktiken sollten auch nördlich der Alpen übernommen werden, wo sich die Mücken etabliert haben oder dies tun könnten.
Es ist wichtig, wachsam zu bleiben und Sichtungen dem Schweizerischen Mückennetzwerk zu melden. Die Asiatische Tigermücke ähnelt in Größe einer Hausmücke, mit charakteristischen weißen Streifen an den Beinen und Rückenlinien. In vielen Regionen besteht noch die Möglichkeit, die Population niedrig zu halten – ein Umstand, der genutzt werden muss.