Die gemeinsamen Übungen «Balikatan», die sich über 19 Tage erstrecken, sehen die Teilnahme von mehr als 17.000 Soldaten vor, welche an Land-, See- und Luftmanövern teilnehmen. Zu den geplanten Aktivitäten gehören unter anderem scharfe Schiessübungen, ein simulierter Seeangriff sowie koordinierte Luftoperationen.
Zum ersten Mal beteiligt sich Japan aktiv an diesen Manövern. Während frühere Einsätze auf humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz beschränkt waren, sollen japanische Einheiten nun beispielsweise bei einem simulierten maritimen Angriff eine ausgemusterte Schiffseinheit mit Raketen beschiesse, wie ein philippinischer Militärsprecher erklärte.
Die USA charakterisierten die Übung als “beeindruckenden Beweis” ihrer Allianz mit den Philippinen. Ein US-General betonte, dass diese seit 1991 stattfindenden Manöver darauf abzielen, “gemeinsame Fähigkeiten unter Einsatz modernster Systeme zu stärken und die Einsatzbereitschaft zu erhöhen”.
Die Übungen finden in verschiedenen Provinzen der nördlichen Insel Luzon statt, welche teilweise nahe Taiwan und teilweise in unmittelbarer Nähe umstrittener Gebiete im Südchinesischen Meer liegen. China betrachtet das selbstständig regierte Taiwan als Teil der Volksrepublik und droht mit dessen Eroberung. Zudem kommt es im Südchinesischen Meer zu wiederkehrenden Zwischenfällen, da Peking die reichhaltige Region weitgehend für sich beansprucht, trotz eines entgegenstehenden Urteils eines Schiedsgerichts.
China erklärte, der Asien-Pazifik-Raum benötige am wenigsten Einmischungen externer Mächte, welche zu Spaltung und Konfrontation führen könnten. Militärische Sicherheitskooperationen dürften die regionale Friedens- und Stabilität nicht beeinträchtigen oder Dritte verletzen, so Aussenamtssprecher Guo Jiakun. “Wir möchten die betroffenen Staaten daran erinnern, dass eine blinde gegenseitige Verflechtung in Sicherheitsfragen nur zu gegenseitigem Nachteil führt […]”.