In Islamabad ist geplant, dass die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran fortgesetzt werden. Allerdings besteht Unsicherheit über die Teilnahme Irans, da eine Waffenruhe bald endet.
Am Sonntag kündigte US-Präsident Donald Trump an, dass am Montagabend eine amerikanische Delegation in Islamabad eintreffen werde, um laut Medienberichten am Dienstag mit Iran zu verhandeln. Pakistan hat bereits diplomatische Vertreter aus beiden Ländern empfangen und über Sicherheitsvorkehrungen beraten.
Trotz der Ankündigungen durch Trump lehnt Iran eine Teilnahme an weiteren Gesprächen ab, wie die staatliche Nachrichtenagentur Irna berichtete. Das iranische Aussenamt bestätigte ebenfalls, dass keine zweite Verhandlungsrunde geplant sei.
Die US-Delegation könnte von Vizepräsident J.D. Vance geleitet werden, wie aus Medienberichten hervorgeht, während Präsident Trump widersprüchlich äußerte, dass Vance aus Sicherheitsgründen nicht reisen werde. Steve Witkoff und Jared Kushner werden erneut erwähnt.
Die erste Gesprächsrunde Mitte April in Islamabad brachte keine Einigung. Die USA behaupteten, die Iraner hätten ihre Bedingungen abgelehnt, während Iran von einer partiellen Vereinbarung sprach, aber bei der Kontrolle der Strasse von Hormuz an einem Durchbruch scheiterte.
Pakistan sieht sich als Vermittler zwischen den Parteien und bietet diplomatische Beziehungen zu beiden Ländern. Der pakistanische Armeechef Asim Munir spielt eine zentrale Rolle, da er sowohl Trump als auch iranischen Revolutionswächtern nahesteht.
Die Gespräche sind für Pakistan von Interesse wegen der steigenden Energiepreise und Sicherheitsrisiken entlang der Grenze zu Iran. Die Hauptstreitpunkte bleiben Irans Urananreicherung und die Kontrolle über die Strasse von Hormuz, wobei die USA weitreichende Einschränkungen fordern.
Wirtschaftliche Sanktionen sind ebenfalls umstritten; während Iran deren Aufhebung fordert, wollen die USA sie als Druckmittel beibehalten. Die fragile Waffenruhe wurde durch wiederholte Zwischenfälle belastet, und Trump drohte mit schwerwiegenden Konsequenzen bei Ablehnung eines Angebots.
Derzeitige Spannungen haben globale wirtschaftliche Auswirkungen, insbesondere auf Energiemärkte. Die Preise steigen wegen Unsicherheiten im Persischen Golf, und etwa 400 bis 500 Schiffe stauen sich dort. Auch der Mangel an speziellen Treibstoffen für Schiffe und Flugzeuge belastet die Versorgung.
Sollten Iran und USA keine Einigung erzielen, droht eine Verschärfung der weltweiten wirtschaftlichen Krise.