In seiner zweiten Amtszeit setzt Donald Trump seine Kampagne gegen Hochschulen fort. Das Justizministerium hat nun erneut eine Klage gegen Harvard eingereicht, was Teil einer breiter angelegten Strategie ist, die den Universitäten vorwirft, linkes und antisemitisches Gedankengut zu fördern. Die Regierung bezeichnete es als Versagen der Institutionen, Protestaktionen nach dem Hamas-Massaker vom 7. Oktober und dem darauffolgenden Gazakrieg einzudämmen. Die Harvard University wurde von einer Bundesrichterin in Boston am Mittwoch, den 3. September, entlastet; die Regierung darf ihr die Forschungsförderung nicht länger vorenthalten. Ursprünglich hatte das Justizministerium versucht, rund 2,2 Milliarden Dollar an Zuschüssen zu kürzen. Währenddessen hat Trump seine Macht zur Verwaltungsreform genutzt und zahlreiche Bundesbehörden entmachtet oder beschnitten. In seiner Migrationspolitik wurden die illegalen Grenzübertritte auf ein Minimum reduziert, während die Anzahl der Deportationen zunahm. Ein «travel ban» verhinderte zudem die Einreise von Bürgern mehrerer Länder in die USA. Die Big Beautiful Bill wurde am 4. Juli 2025 vom Kongress verabschiedet und ermöglichte Trump, seine Wahlversprechen umzusetzen. Die Steuersenkungen aus dem Jahr 2017 wurden dauerhaft gemacht und Militärausgaben erhöht. Der Staat kürzte jedoch im Sozialsystem, während Trinkgelder und Überstunden nicht mehr besteuert werden. Die wirtschaftspolitischen Schritte Trumps führten zu Spannungen mit internationalen Handelspartnern. Die von ihm verhängten Zölle auf Waren aus China und der EU wurden in Teilen für unzulässig erklärt, obwohl er über 100 Millionen Dollar an Unternehmens- und Staatsanleihen erwarb. Trump steht weiterhin vor zahlreichen Rechtsklagen hinsichtlich seiner «executive orders». Der Supreme Court hat ihm jedoch bisher weitgehend freie Hand gelassen. Ein neuer Eklat entstand Ende März 2025, als ein Luftangriff auf Ziele im Jemen über eine ungesicherte App diskutiert wurde. Der Epstein-Skandal kam erneut in den Fokus, und Trump musste Dokumente freigeben. Gleichzeitig fanden unter dem Motto «No Kings» Proteste gegen seine Politik statt. Kritiker werfen ihm vor, autoritär zu regieren, was sich auch im umstrittenen Bau eines luxuriösen Ballsaals im Weissen Haus zeigt. Der Einsatz der Nationalgarde zur Unterstützung der Einwanderungspolizei (ICE) in mehreren Städten stieß auf erheblichen Widerstand. Besonders eskalierte die Situation um Minneapolis, wo Dutzende Einsätze kritisiert wurden. Trump plant zudem ein entschlossenes Vorgehen gegen den Drogenhandel und hat Fentanyl als «Massenvernichtungswaffe» eingestuft. Das Justizministerium verklagte Harvard erneut und forderte, die Streichung der Forschungsförderung in Höhe von 2,2 Milliarden Dollar rückgängig zu machen. Eine Bundesrichterin in Boston entschied zugunsten der Universität. {