Lucas Pinheiro Braathen triumphierte im letzten Weltcup-Riesenslalom in Hafjell und überholte Marco Odermatt im Kampf um die kleine Kristallkugel. Loïc Meillard erreichte als Zweiter das Podium.
(sda) Wie bereits bei den Olympischen Spielen und in Kranjska Gara, zeigte Lucas Pinheiro Braathen auch in Hafjell seine Dominanz. Der norwegische Starter für Brasilien, der nach dem ersten Durchgang führte, sicherte sich überlegen seinen achten Weltcupsieg – den vierten im Riesenslalom.
Pinheiro Braathen profitierte von Marco Odermatts Sturz im ersten Lauf. Der Nidwaldner verpasste so seine fünfte Kristallkugel in Serie im Riesenslalom. Pinheiro Braathen machte den 48-Punkte-Rückstand wett und sicherte Brasilien die erste kleine Kristallkugel im alpinen Ski-Weltcup. Der 25-Jährige holte seine zweite kleine Kristallkugel, nachdem er 2023 die Slalomwertung für Norwegen gewann.
Loïc Meillard hatte vor dem letzten Lauf, nach Odermatts Ausscheiden, noch Chancen auf die Kugel. Der Westschweizer, Sieger des Vorjahres in Hafjell, musste nun hoffen, dass Pinheiro Braathen ausscheidet und er selbst gewinnt. Dieser Fall trat jedoch nicht ein. Meillard setzte den Führenden unter Druck, doch dieser hielt stand und bewahrte seinen Vorsprung souverän. Schlussendlich lag Meillard um 58 Hundertstel und Atle Lie McGrath aus Norwegen um 87 Hundertstel zurück auf dem Podest.
Luca Aerni (16.) und Thomas Tumler (17.) beendeten das Rennen knapp außerhalb der Top 15, die am Saisonende noch Punkte erhielten.