Ein Sprecher des Schweriner Umweltministeriums bestätigte, dass ein Wal in der Nähe der Insel Walfisch nahe Wismar entdeckt wurde. Neben der Wasserschutzpolizei aus Wismar und Rostock sind auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Deutschen Meeresmuseums, des Instituts für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung sowie Greenpeace im Einsatz, um das Tier zu unterstützen.
Seit dem frühen Morgen ist die Wasserschutzpolizei entlang der Küste unterwegs, um den Wal aufzuspüren. Zusätzlich waren ein weiteres Polizeiboot und zwei Boote von Greenpeace an der Suche beteiligt, wie eine dpa-Sprecherin berichtete. Der Einsatzleiter der Wasserschutzpolizei bestätigte, dass Drohnen aktuell nicht im Einsatz sind.
Das Ziel ist es, den Wal zu lokalisieren und ihn in tiefere Gewässer der Ostsee zu lotsen. Die Bevölkerung konnte über die Webseite des Meeresmuseums oder eine spezielle Telefonnummer Hinweise auf Sichtungen melden.
Nachdem sich das Tier nun auf einer Sandbank in der Wismarbucht festgesetzt hat, beraten die Einsatzkräfte über die weiteren Maßnahmen. Der 12 bis 15 Meter lange Meeressäuger war zuvor am Montagmorgen bei Timmendorfer Strand entdeckt worden und hatte sich nach intensiven Bemühungen eigenständig aus seiner Lage befreit.
Trotz der erfolgreichen Selbstrettung des Wals vor Timmendorfer Strand äußern Experten weiterhin Besorgnis über das Tier. Am Freitagnachmittag schwamm es aus der Lübecker Bucht Richtung Mecklenburg, blieb jedoch in Küstennähe und kam wiederholt in flacheres Wasser.
Die Ursachen für die Stranding des Wals vor Timmendorfer Strand sind noch unklar. Experten vermuten, dass Grosswale wie der Buckelwal auf Nahrungssuche Fischschwärme ins Baltikum verfolgen könnten oder durch Unterwasserlärm abgelenkt werden.