Sydney Schertenleib, Iman Beney und Livia Peng gelten als herausragende Fußballerinnen der Schweiz. Ihre Fähigkeiten sind entscheidend für die Nationalmannschaft, insbesondere in den anstehenden WM-Qualifikationsspielen gegen die Türkei im Letzigrund am Dienstag sowie am Samstag in Sinop.
Ein Jahr zuvor erregte Schertenleib Aufsehen durch ihr überragendes Spiel beim FC Barcelona, wo sie als beste Spielerin eines Matches gegen Teneriffa ausgezeichnet wurde. In der Champions League sorgte sie mit einem spektakulären Tor für Furore – ein Video davon ging viral. Kommentatoren zeigten sich begeistert und prophezeiten ihr eine glänzende Zukunft bei Barça, vergleichbar mit Stars wie Lionel Messi.
Trotz dieser hohen Erwartungen hat die 19-Jährige ihren Aufstieg bisher nicht so rasant fortgesetzt. Sie ist zwar regelmäßig in der Meisterschaft im Einsatz, während ihre Zeit in der Champions League begrenzt bleibt, da Barça hier anders als in der heimischen Liga aufgestellt ist. Schertenleib zog jedoch Nutzen aus ihrem Status und wurde die erste Fußballerin mit einem Vertrag bei On sowie einer Werbekampagne für eine Schweizer Uhrenmarke.
Peng hingegen musste sich bei Chelsea hinter Hannah Hampton, der Nationaltorhüterin, einordnen. Seit ihrem Wechsel hat sie noch keine Partie absolviert und wartet auf Einsatzzeit. Trotzdem profitiert sie von den Trainingseinheiten mit Weltklasse-Fußballerinnen, obwohl sie in ihren ersten Wochen bei Chelsea große Anpassungsschwierigkeiten hatte.
Beney erlebte einen enormen Aufstieg vom Schweizerischen Spitzenklub YB zu Manchester City. Obwohl ihre Einsatzzeiten begrenzt sind, ist die 19-Jährige mit ihrer Leistung zufrieden und erfüllt die Erwartungen der Klubverantwortlichen.
Die Attraktivität der englischen Women’s Super League wird durch die Transfers Schweizer Spielerinnen unterstrichen. Zwar dementiert Captain Lia Wälti Gerüchte über einen Wechsel nach England, doch scheint ein Transfer im Sommer wahrscheinlich. Sie bezeichnete den Wechsel nach Italien als mutigen Schritt und gestand Heimweh nach London.
Auch die mögliche Rückkehr von Géraldine Reuteler zu Arsenal wird diskutiert. Trotz ihrer Nebenrollen in ihren Vereinen, werden Schertenleib, Peng und Beney im Schweizer Nationalteam als entscheidende Spielerinnen erwartet. Livia Peng betont die mentale Dimension ihres Spiels und die Wichtigkeit der Freude an wichtigen Partien.
Nach Siegen über Nordirland und Malta steht die Schweiz nun vor Herausforderungen gegen eine Türkei, die trotz niedrigerer Ranglistenplatzierung stark sein könnte. Die Leistungen von Schertenleib, Peng und Beney werden hierbei entscheidend sein.