Der FC Bayern München genießt derzeit eine positive Stimmung, nachdem sie im Hinspiel des Viertelfinals der Champions League gegen Real Madrid mit 2:1 triumphierten. Diese Erfolgswelle bringt jedoch Karl-Heinz Rummenigge, Mitglied des Aufsichtsrats, in Sorge vor einem zu frühen Triumphgefühl. Nach dem beeindruckenden Sieg und weiteren kürzlichen Club-Erfolgen wie Manuel Neuer’s 40. Geburtstag und die Überschreitung des Bundesliga-Torrekords unter Trainer Vincent Kompany, herrscht im Verein eine euphorische Atmosphäre. Jan-Christian Dreesen hob besonders den “X-Faktor” der Mannschaft hervor, der sich in Neuer’s herausragenden Leistungen manifestierte. Rummenigge warnt jedoch vor übertriebener Euphorie. In einem Interview mit Dazn äußerte er seine Sorgen: “Man darf jetzt nicht den Fehler machen, zu viel Euphorie aufkommen zu lassen. Ich nehme im Moment einen kleinen Hype wahr, und der gefällt mir ehrlich gesagt nicht.” Seine Warnung stützt sich auf Erfahrungen aus seiner über 50-jährigen Verbindung zum Klub. Als Beleg führte Rummenigge das dramatische Scheitern des Jahres 2014 an, als die Bayern nach einer 0:1-Niederlage im Hinspiel eine katastrophale 0:4-Heimniederlage erlebten. Sergio Ramos glänzte mit zwei Toren aus Standardsituationen und verdeutlichte somit den entschlossenen Gegner. Trotz Rücksichten auf die Anfälligkeit Reals in der aktuellen Saison mahnt Rummenigge zur Vorsicht, da Real Madrid durchaus fähig ist, selbst ein gut organisiertes Team wie Bayern auswärts zu ärgern. Toni Kroos betonte in seinem Podcast: “Gelingt es Real, Chaos zu stiften, profitiert von diesem die Mannschaft, nicht die Bayern.” Ein Lichtblick für Bayern könnte jedoch Kroos’ Abwesenheit sein, da ein Sieg gegen Madrid über ein Jahrzehnt ohne ihn gelang.