Mit sofortiger Wirkung hat Lausanne-Sport seine Zusammenarbeit mit dem deutschen Coach Peter Zeidler beendet, was das zehnmonatige Engagement des 63-jährigen im Waadtland beendet. Im Juni war Zeidler als Hoffnungsträger nach Lausanne gekommen und sollte an die erfolgreiche Ära von Ludovic Magnin anschließen, der den Klub Richtung Basel verlassen hatte.
Lausanne-Sport hatte bei seiner Vorstellung betont: «Mit Peter Zeidlers Ernennung bekräftigt der FC Lausanne-Sport seinen Willen, ein attraktives und offensives Spiel zu entwickeln, das die Anhänger im Waadtländer Raum anspricht.» Diese vielversprechende Verbindung führte jedoch nicht zum gewünschten Erfolg.
Nach einem enttäuschenden Abschnitt in der zweiten Saisonhälfte erklärte Lausanne-Sport, dass sowohl kollektive als auch individuelle Fortschritte ausblieben. In einer Pressemitteilung vom Donnerstag wurde die Trennung von Zeidler mit unzureichenden Leistungen begründet und der Wunsch geäußert, «neue Impulse zu setzen und zukunftsorientiert voranzuschreiten». Bis zum Saisonende werden Markus Neumayr, bisheriger Co-Trainer, und Migjen Basha, Talentmanager, die erste Mannschaft übernehmen.
Zwar begann Zeidlers Amtszeit vielversprechend, insbesondere mit Erfolgen in der Conference League gegen Teams wie Vardar Skopje, Astana und Besiktas Istanbul. In der Meisterschaft hingegen startete Lausanne schwach, verlor bald die Chance auf einen Platz in der Championship Group und steht aktuell vor Beginn der Relegation auf dem 9. Platz.
Die Ligaphase der Conference League brachte zwar anfänglich Erfolg, doch schieden sie anschließend im Sechzehntelfinale aus. Im Cup verloren sie gegen den unterklassigen Gegner Yverdon in den Achtelfinals. Dies führte zu einem Gesamtergebnis, das die Verantwortlichen als unbefriedigend betrachteten und zur vorzeitigen Entlassung von Zeidler beitrugen.
Für Zeidler ist es nach erfolgreichen Jahren beim FC St. Gallen (2018 bis 2024) und einer kurzen Zeit in Bochum (Juli bis Oktober 2024) das zweite abrupte Ende innerhalb weniger als zwei Jahre. Dies verdeutlicht die Schnelllebigkeit im Fußballgeschäft. Lausanne-Sport ist der siebte Klub in dieser Saison, der seinen Trainer wechselt; zuletzt wurde Denis Hediger beim FC Zürich entlassen, nachdem er erst im Oktober für Mitchell van der Gaag übernommen hatte.