1986 erlebte das Schweizer Eishockey mit Lugano seinen ersten Play-off-Meister, nachdem Widerstand gegen den ‘Amerikanisierungs’-Modus überwunden wurde. René Fasel und Peter Bosserth als Modernisierer setzten sich durch; Schweden hatte elf Jahre zuvor gewechselt, Deutschland 1981. Russland folgte erst 1993. Unter Trainer John Slettvoll siegten die Luganesi in vier Spielen: zwei Mal mit 2:0 gegen Siders und Davos. Denkwürdig war der Jubel von Heini Schmid, einem Linienrichter, nach dem entscheidenden Treffer.
Im Jahr 1992 sorgte ZSC unter Trainer Arno Del Curto für eine Überraschung, indem es ‘Grande Lugano’ besiegte; trotz eines 10:0-Siegs von Lugano in Spiel 3 blieb dies ihr einziger Erfolg. Im überfüllten Hallenstadion (Zitat des Managers Sepp Vögeli: “Er hat jeden reingelassen”) verwandelte Wladimir Krutow den entscheidenden Penalty.
1995, nach einer gemeinsamen Pasta-Feier unter Klotens Spielern und Kapitän Felix Hollenstein, wurde ein Trainerwechsel beschlossen. Alpo Suhonen übernahm die Leitung und führte das Team trotz eines 0:5 in der ersten Partie zum dritten Meistertitel in Folge; 1996 folgte der vierte Titelgewinn.
Die einzige ‘Finalissima’ zwischen Ambri-Piotta und Lugano im Jahr 1999 wurde von Trainer Larry Huras als “Gotthard-Schluss” gefeiert. Jean-Jacques Aeschlimann, damals Captain von Lugano, erzählte später: “Meine Nummer stand noch im Telefonbuch. Während des Finals klingelte mein Telefon jede Nacht.” Mattia Baldi beschrieb die Atmosphäre als heroisch. Lugano krönte sich am 5. April in der Valascia zum Meister, während Ambri nie wieder eine Play-off-Serie gewann und gegen Lugano chancenlos blieb.
In der Ligaqualifikation zwischen Chur und Langnau 1999 schlug Todd Elik einen Zuschauer und wurde gesperrt – ein Moment vergleichbar mit Eric Cantona im Schweizer Eishockey. Elik erreichte später in Chur eine außergewöhnliche Leistung.
2001 führten Ausschreitungen von Lugano-Fans dazu, dass die Tessiner Polizei ZSC-Anhänger ausgrenzte und schließlich das Spiel zur Geisterveranstaltung wurde.
Im Jahr 2003 provozierte der HCD-Geschäftsführer Gérard Scheidegger Luganos Coach Larry Huras durch übertriebene Meisterschaftsfeierlichkeiten, was sich als Wendepunkt für die Serie erwies.
Die Viertelfinalserie 2004 zwischen Bern und Zug wurde überschattet von einem umstrittenen Transparent im SCB-Fanblock.
Thomas Rüfenacht stellte 2009 Lausannes Kampfgeist unter Beweis, indem er Biels Top-Scorer Thomas Nüssli provozierte, was zu einer deutlichen Niederlage führte.
2022 kehrten die ZSC Lions mit einem 3:0-Vorsprung gegen Zug zurück, aber der schwedische EVZ-Stürmer Carl Klingberg dokumentierte in einem Selfie den historischen Comeback-Sieg von Zug.
Antti Törmänen führte Biel 2023 durch die Play-offs trotz eigener Krebserkrankung; sein Team kämpfte vergeblich um einen Titel, der ihm zollten sollte.