Der Online-Shop Galaxus hat ein Tool zur Ausgabenübersicht eingeführt, um seinen Kunden beim bewussten Konsum zu helfen. Ein Experte zweifelt jedoch an seiner Wirksamkeit.
Kunden verlieren oft den Überblick über ihre Online-Ausgaben. Um dieser Herausforderung entgegenzuwirken, bietet Galaxus nun die Möglichkeit zur Ausgabenübersicht und das Setzen von Ausgabenlimits an, um die Kontrolle zu erleichtern.
Kunden können ihre Käufe der letzten Jahre einsehen und eine Warnmeldung erhalten, wenn ihr gesetztes Limit überschritten wird. Laut Thomas Bachmann vom Unternehmen soll dies zur Transparenz beitragen und impulsives Verhalten reduzieren. Die Idee entstand auch durch den Einfluss eines Blogposts von Thomas Meyer.
Daten aus einer Kundenumfrage zeigen, dass bereits viele Kunden ihre Ausgaben aktiv verfolgen. Trotz dieser Bemühungen schränkt Christian Fichter ein: Onlineshopping senke die Hemmschwelle zum Kaufen und verstärke Kaufimpulse durch Personalisierung und einfache Bezahlprozesse.
Fichter sieht die neuen Maßnahmen als eher schwach an, da sie leicht umgangen werden können. Galaxus betont hingegen, dass sie ihre Kunden nicht bevormunden wollen und das Tool zur Selbstkontrolle dient.
Obwohl manche befürchten, dies könnte Geschäftseinbußen verursachen, glaubt Fichter, dass solche Funktionen die Kundenbindung stärken und langfristig sogar positiv wirken können. Galaxus bestätigt, dass die Maßnahme das Geschäft möglicherweise nicht fördert, möchte jedoch keine konkreten Zahlen nennen.