Angesichts der andauernden Konflikte im Nahen Osten hat die philippinische Regierung den Notstand ausgerufen, um auf das Verlangsamte Ölangebot zu reagieren. Präsident Ferdinand Marcos kündigte diese Maßnahme in einer Rede am Mittwoch an, da bis zu 98 Prozent des örtlichen Öls aus den Golfstaaten importiert werden und die Preise durch die Blockade der Straße von Hormuz bereits zweistellig gestiegen sind. Ähnlich wie Moldau hatte auch die Philippinen diese drastische Schritt notwendig erachtet.
Diese Entscheidung ermöglicht es der Regierung, Energiesparmaßnahmen zu ergreifen und schneller neue Öllieferanten zu akquirieren. Marcos versuchte in seiner Ansprache, die Bevölkerung zu beruhigen, obwohl steigende Treibstoffpreise Unmut auslösten – Taxifahrer und Lieferdienste drohten mit Streiks.
Der philippinische Botschafter in den USA reichte eine Anfrage ein, um Ölimporte auch aus von Sanktionen betroffenen Ländern zu ermöglichen. Die Philippinen sind als enger US-Verbündeter im Südchinesischen Meer besonders auf amerikanische Unterstützung angewiesen.
Südostasien ist stark vom Konflikt betroffen, da die meisten Schiffe, die durch die Straße von Hormuz fahren, in Richtung Asien unterwegs sind. Laut dem singapurischen Außenminister Vivian Balakrishnan wird der Konflikt zur „Asien-Krise“, da die Verwundbarkeit dieser Region nun extrem geprüft wird.
In Thailand kletterten die Treibstoffpreise rasant nach oben, nachdem die Regierung ihre Subventionspolitik aufgeben musste. Finanzminister Ekniti Nitithanprapas gab bekannt, dass diese Maßnahmen zu teuer wurden und Milliarden verbraucht hatten. Schlangen bildeten sich vor Tankstellen.
Thailand unternahm Verhandlungen mit Iran, um den ungehinderten Durchgang thailändischer Schiffe sicherzustellen. Nach dem Angriff auf einen thailändischen Tanker zu Kriegsbeginn ließ Iran schließlich ein Schiff passieren.
Analysten befürchten, dass der Konflikt Südostasien protektionistische Maßnahmen abverlangen könnte. Indonesien hat bereits Zölle auf Kohle und Nickel angekündigt. Der Tourismus- und Exportsektor leiden unter den Preissteigerungen für Öl, was zu höheren Flugpreisen führt und in Vietnam zur Streichung von Inlandflügen.
Die langfristigen Folgen des Konflikts bleiben ungewiss, doch die Region steht vor erheblichen wirtschaftlichen Herausforderungen.