Nachdem im Dezember im Kanton Luzern öffentliche Spielplätze in der Stadt auf Schadstoffe untersucht wurden, ist bei einem Standort eine Sanierung notwendig. Kinder nutzen gerne Sand und Boden zum Spielen, was oft dazu führt, dass sie sich die Hände lecken. Diese Gewohnheit führte zur Überprüfung von 21 Spielplätzen (zentralplus berichtete). Die Untersuchungen ergaben überwiegend tiefe bis eher tiefe Werte für Schadstoffe, doch der Spielplatz im Maihofquartier wies erhöhte Konzentrationen auf.
Der als “Spielplatz Rank Kindergarten” bekannte Platz an der Maihofhalde ist von einem hohen Gehalt des bei Verbrennungen entstehenden Bezo(a)pyrens betroffen. Die Stadt Luzern plant daher eine Sanierung, bei der die kontaminierte Erde entfernt und fachgerecht entsorgt wird. Der Kanton vermutet, dass alter Auffüllboden aus einem alten Ablagerungsperimeter des Siedlungskerns ursächlich ist.
Die Stadt setzt sich nun für die Entfernung der belasteten Erde und den Einbau neuer Erde ein. Der Bericht fokussiert auf Kinder im Alter von einem bis drei Jahren, da sie häufig mit dem Mund erkunden. Von den untersuchten Standorten sind acht unbelastet, zwölf weisen erhöhte Werte in schwach belasteten Bereichen auf. Lediglich der Spielplatz Rank überschreitet deutlich die Grenzwerte.
Untersucht wurden auch PAK und Blei, wobei Bezo(a)pyren zu den PAK zählt. PFAS-Chemikalien waren ebenfalls Gegenstand der Untersuchung, allerdings ohne akute Probleme festzustellen; die Werte lagen unter dem Orientierungswert des Bundes.
Die Stadt Luzern hat entsprechende Maßnahmen eingeleitet und plant die Sanierung des betroffenen Bereichs.