Laut der Eidgenössischen Finanzkontrolle (EFK) wurden bei neuen Bodenuntersuchungen Munitionsreste gefunden, die tiefer und umfangreicher im Gelände verbreitet sind als bisher angenommen. Die Pläne sehen vor, dass die Rückstände so weit entfernt werden sollen, dass eine sichere Gras- und Weidewirtschaft möglich ist, was die übliche Nutzung in diesen Gebieten darstellt. Im Wald sind hingegen nicht alle Munitionsreste zu beseitigen, ein Ansatz, der von der EFK als nachvollziehbar erachtet wird.
Eine vollständige Räumung erfolgt ausschließlich dort, wo dauerhafte Bauten errichtet werden. Mit moderner Technik kann Munition bis in eine Tiefe von etwa 30 Zentimetern zuverlässig gefunden und entfernt werden. Was tiefer im Boden liegt, bleibt zurück, da der Abtrag mehrerer Meter des Oberbodens die Humusschicht zerstören würde.
Die EFK beschreibt das Räumungsziel als Kompromiss zwischen Kosten und Sicherheit sowie dem Erhalt der Wiesen und Weiden. Die rechtlichen Grundlagen für mögliche Einschränkungen und die Finanzierung etwaiger Auflagen sollen später geprüft werden.
1947 wurden im Munitionslager bei Mitholz nach gewaltigen Explosionen neun Menschen getötet, wobei Hunderte Tonnen Sprengstoff in den Trümmern zurückblieben. Diese Rückstände bergen ein höheres Explosionsrisiko als zuvor angenommen.