In einem Münchner Werk entsteht eine neue Generation von Fluggeräten: selbstständig und künstlicher Intelligenz folgend. Die Bundeswehr hat bereits erste Bestellungen für solche Drohnen getätigt.
Berichte über ein Versagen der Nato bei einer Übung haben zu Kritik geführt, insbesondere weil britische und estnische Bataillone von ukrainischen Soldaten mit FPV-Drohnen schwer in Mitleidenschaft gezogen wurden. Diese Drohnen sind seit zwei Jahren in großer Zahl im Ukraine-Konflikt im Einsatz. Sie werden von Piloten ferngesteuert, die sich hinter der Frontlinie befinden.
Diese Entwicklung ist den Nato-Mitgliedern bekannt. Doch warum scheiterten sie dann bei dieser Übung? Ein ehemaliger General der Nato hat recherchiert und festgestellt, dass das Szenario für die Übung bereits 2024 entwickelt wurde, als FPV-Drohnen noch nicht weit verbreitet waren.
Die Übung fand im Mai 2025 in Estland statt. Kritik kam erst Anfang Februar ans Licht, nachdem das Wall Street Journal darüber berichtete. Wenn eine Truppe nicht mit dem nötigen Material für die Drohnenabwehr ausgestattet ist, liegt der Fehler oft bei den militärischen Vorgesetzten.
Der ehemalige General vermutet, dass das Drohnenszenario kurzfristig in die Übung integriert wurde, um zu testen, wie Soldaten ohne Ausrüstung reagieren. Die Truppen sollen auf freiem Feld ohne Deckung campiert und Fahrzeuge ungeschützt gelassen haben, wodurch sie anfällig für Drohnenangriffe waren.
Die Übung verdeutlichte, dass das moderne Gefechtsfeld nahezu transparent ist. Jeder Bewegung kann gefolgt werden, und wer nicht unterirdisch verschwindet, bleibt sichtbar. Die Verarbeitung von Daten erfolgt in Sekundenbruchteilen, was klassische militärische Einheiten wie Panzer verwundbar macht.
In der Ukraine wird das digitale System „Delta“ eingesetzt, welches Informationen verarbeitet und Zielkoordinaten generiert. Diese Entwicklung überholt die Beschaffungszyklen des Westens, insbesondere im Bezug auf gepanzerte Fahrzeuge ohne digitales Führungsnetz.
In Süddeutschland produziert das Unternehmen Helsing KI-Drohnen, die bald auch für die Bundeswehr zur Verfügung stehen sollen. Die Drohnen können autonom agieren und sind resistent gegen Störsender. Nach anfänglichen Schwierigkeiten und negativer Berichterstattung scheinen sie nun effektiv im Einsatz zu sein.
Helsing-Drohnen zeigen in Tests ihre Fähigkeit, trotz Störungen ins Ziel zu fliegen. Ein Video zeigt eine HX-2-Drohne, die ein russisches Fahrzeug unter Beschuss eines Jammers erfolgreich trifft. Der Bundestag beschloss kürzlich den Kauf von KI-Drohnen in einer Milliarde Euro schwere Bestellung.