Der tragische Unfalltod der Schweizer Juniorin Muriel Furrer während des WM-Rennens in Zürich im September 2024 hat weitreichende Bestürzung verursacht. Die 18-Jährige kam abseits der Kameras zu Fall und verstarb einen Tag später an ihren schweren Verletzungen.
Die Ermittlungen der Zürcher Staatsanwaltschaft, die nun abgeschlossen sind, haben laut Sprecher Erich Wenzinger gegenüber SRF keine strafrechtlich relevanten Umstände ergeben. Die Untersuchungsergebnisse deuten darauf hin, dass es sich um einen Selbstunfall gehandelt hat. Es gibt keine Anzeichen dafür, dass der Veranstalter, andere Teilnehmer oder Dritte für den Sturz verantwortlich waren.
Die Staatsanwaltschaft bringt damit etwas Klarheit in das tragische Ereignis während der Rad-WM in Zürich. Frühere Kritik richtete sich vor allem gegen die Veranstalter, da Muriel Furrer nach ihrem Sturz 82 Minuten lang nicht gefunden wurde und versorgt werden konnte.
Erich Wenzinger gibt drei Gründe für diese Verzögerung an: Der Unfall wurde von niemandem beobachtet, die Fahrerin lag im Unterholz verborgen und es gab kein Live-Tracking bei dem Rennen. Dass keine Ortungsgeräte verwendet wurden, sei nicht als Fehlleistung des Veranstalters zu werten, da dies auch bei vergleichbaren Rennen üblich ist.
Laut Wenzinger war die Sicherheit auf der Strecke ausreichend gewährleistet und es wurden keine strafrechtlichen Verstöße in Bezug auf die medizinische Notfallversorgung festgestellt, sei es bei der Bergung oder im Unispital Zürich.
Obwohl die Untersuchung eingestellt werden könnte, bleibt abzuwarten, ob die Familie Furrer diesen Schritt anfechtet. MME legal, die das Ehepaar berät, teilt mit, dass keine strafrechtlichen Vergehen festgestellt wurden und nun aus dem Vorfall Lehren gezogen werden müssen, um ähnliche Vorfälle in der Zukunft zu vermeiden.
Regionaljournal Zürich Schaffhausen, 30. März 2026, 12:03 Uhr; sda/from; lehl; brus; kaip