In den letzten sechzehn Jahren hat Viktor Orbans Führung Ungarn auf die internationale Bühne katapultiert, aber das hat dem Land wenig gebracht. Seine autoritäre Politik hat vor allem ihm und seinen Gefolgsleuten genützt, während die Wirtschaft stagniert.
Orban hat Ungarn zu einem wichtigen Akteur in der EU gemacht, obwohl er dort unbeliebt ist. Besuche von Staatsführern wie dem chinesischen Präsidenten oder Empfänge im Weißen Haus durch den amerikanischen Präsidenten zeigen seine internationale Bedeutung. Doch innenpolitisch steht sein Autoritarismus in der Kritik, besonders da die Wirtschaft seit Jahren stagniert und die Inflation Haushalte belastet.
Mit Peter Magyar tritt erstmals ein ernsthafter Herausforderer gegen Orban an. Der 45-jährige Politiker liegt in Umfragen vorn und kritisiert Orbans innenpolitische Leistung, insbesondere das Verändern der demokratischen Institutionen zu seinem Vorteil.
Orbans Bilanz ist vor allem in Wirtschaftspolitik, Infrastrukturpflege und Demokratiegefährdung schlecht. Er hat Ungarn in eine „illiberale Demokratie“ verwandelt, wo Institutionen primär seinem Machterhalt dienen. Die Staatskasse wird für Wahlkampagnen genutzt, während Orbans Umfeld sich bereichert.
Wirtschaftlich gesehen hat Orban das Land als Industriestandort aufgebaut, aber es hinkt wirtschaftlich hinter seinen Nachbarn her und profitierte nur bedingt von ausländischen Investitionen. Die staatliche Infrastruktur ist marode, was durch Orbans Konfrontation mit Brüssel verschärft wurde.
Die Frage bleibt: Würde ein Wechsel zu Peter Magyar das Land besserstellen? Er verspricht Korruptionsbekämpfung und den Rechtsstaat zu stärken. Doch Zweifel bleiben bestehen, ob er Orbans System reformieren kann. Auch Magyars Ähnlichkeit mit Orban in seiner konservativen Politik ist nicht zu ignorieren.
Orbans internationale Rolle hat Ungarn zwar sichtbar gemacht, aber dem Land gebracht es wenig. Eine Veränderung scheint notwendig.