Die bevorstehende Fußball-WM im Jahr 2026 steht unter keinem guten Stern, da zahlreiche Faktoren die Begeisterung der Fans dämpfen. Der Krieg im Nahen Osten, restriktive Einwanderungsregeln von Donald Trump und unerschwingliche Ticketpreise tragen zur gedrückten Stimmung bei. Die Schweizerische Fußball-Föderation (SFV) berichtet von einem deutlichen Rückgang der Nachfrage nach Tickets für die Gruppenspiele in den USA, Mexiko und Kanada – ein Phänomen, das sich auch in anderen europäischen Ländern zeigt.
Während Fifa-Präsident Gianni Infantino und US-Präsident Donald Trump das Turnier als “größte WM aller Zeiten” preisen, schwingt bei vielen Fans der Begriff “Unsicherheit” mit. Ronan Evain von Football Supporters Europe (FSE) beschreibt seine Vorfreude als “sehr gering”, und die Kontroversen rund um das Turnier mehren sich.
Die Entscheidung, die WM 2026 an Nordamerika zu vergeben, wurde zunächst positiv aufgenommen. Doch politische Entwicklungen machen das Turnier immer unattraktiver: Donald Trumps widersprüchliche Haltung zur iranischen Teilnahme und die Einführung strenger Einreisebestimmungen für Fans aus Europa schüren Unsicherheiten.
Zusätzlich erschweren hohe Ticketpreise der Fifa die Reiselust. So verlangt sie teils Hunderte bis Tausende Dollar für Karten, was viele Anhänger abschreckt. Diese Probleme führten dazu, dass Football Supporters Europe und andere Organisationen einen offenen Brief an Gianni Infantino richteten, in dem sie sich gegen Einreisesperren und Überwachung von Social-Media-Aktivitäten aussprechen.
Viele Fans wie Marc Laudan aus der Schweiz haben die Reise zur WM aufgrund dieser Bedenken abgesagt. Der SFV konnte seine Tickets nicht vollständig verkaufen, während andere Verbände wie die englische FA zumindest bei einigen Spielen das Kontingent ausschöpften.
Die Fifa meldet rund 500 Millionen Ticketanfragen für den “Random Selection Draw”, doch es bleibt fraglich, ob diese Zahl wirklich repräsentativ ist. Kieran Maguire von der Universität Liverpool vermutet viele Anfragen durch professionelle Wiederverkäufer und nicht echte Fans.
Trotz aller Unwägbarkeiten wird erwartet, dass die Mehrheit der Fußballfans zur WM reist – wenn auch mit gemischten Gefühlen.