Am Freitagmorgen ist vor den Seychellen ein Ausflugsschiff gesunken, wobei zwei Schweizer und ein Einheimischer vermisst werden. Die Küstenwache der Inselgruppe im Indischen Ozean setzt die Suche fort. Eine Sprecherin der Nationalen Seeschifffahrts- und Hafenbehörde NISCC bestätigte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur am Sonntag, dass eine Schweizerin, ein Schweizer und ein Seychellois vermisst werden. Ein weiterer Schweizer, zunächst ebenfalls als vermisst gemeldet, wurde gerettet und befindet sich laut örtlichen Medien in medizinischer Behandlung.
Das Schweizer Aussenministerium (EDA) bestätigte die Anwesenheit von sieben Schweizern an Bord, wobei zwei weiterhin als vermisst gelten. Die übrigen seien unverletzt und befinden sich in einem zufriedenstellenden Zustand. Weitere Details zu den Überlebenden wurden aus Datenschutzgründen nicht bekanntgegeben.
Die nationale Seeverkehrssicherheitsbehörde SMSA gab an, dass das Schiff Galatea um etwa 5:30 Uhr Ortszeit vor der Insel Marie-Louise gesunken sei. Die Insel liegt rund 300 Kilometer südwestlich von Mahé, der Hauptinsel des Archipels. Während vier Passagiere es geschafft haben, sich auf die nahegelegene Insel Desroches zu retten, fehlen genaue Angaben zur Gesamtzahl der Passagiere.
Die Suche nach den Vermissten begann am Freitagnachmittag. An der Unglücksstelle wurden bislang nur Trümmer gefunden. Die Ursache des Vorfalls ist noch unklar. Medienberichten zufolge wurde der Kapitän festgenommen.
Die Seychellen, etwa 1800 Kilometer von Kenia entfernt gelegen, sind bekannt für ihre türkisfarbenen Gewässer, Korallenriffe und weißen Sandstrände. Die Insel Marie-Louise, ein beliebtes Tauchziel, liegt rund 300 Kilometer südwestlich der Hauptstadt Victoria auf Mahé.