Ein Vermessungsboot untersucht die Umgebung des gestrandeten Tieres, wie vom Umweltminister Mecklenburg-Vorpommerns, Till Backhaus, berichtet. Diese Maßnahmen dienen dazu, den Körper später bergen zu können, wobei größte Sorgfalt darauf gelegt wird, das Meeressäugetier nicht zu stören.
Das Boot näherte sich dem Tier extrem langsam und möglichst geräuschlos an. Der Wal scheint noch am Leben zu sein und atmet alle fünf Minuten. Seine Fontänen sind immer wieder sichtbar.
Eine 500-Meter-Sperrzone um den Wal wurde eingerichtet, die von der Wasserschutzpolizei und dem Ministerium bestätigt wird. Diese Zone soll Ruhe bieten und wird streng überwacht; Drohnenflüge sind untersagt. Verstöße gegen diese Regelung werden als Ordnungswidrigkeit geahndet.
Das Tier wird weiterhin bewacht, wobei die Lage täglich in Besprechungen bewertet wird. Alle ernstzunehmenden Hinweise zur Unterstützung des Wals sollen bis zuletzt berücksichtigt werden. Das Deutsche Meeresmuseum koordiniert gemeinsam mit den Behörden die Planung einer wissenschaftlichen Obduktion, falls der Wal verstirbt.
Nach dem Tod soll das Tier auf die Insel Dänholm überführt und von externen Experten obduziert werden. Die Proben sollen zur weiteren wissenschaftlichen Nutzung bereitgestellt werden. Der größte Teil des Körpers wird fachgerecht entsorgt, während ein Angebot zur Sicherung des Skeletts für Bildungs- und Forschungszwecke geprüft wird.
Bis Mittwoch waren alle Rettungsversuche eingestellt worden; Fachleute gehen davon aus, dass der Wal in der Bucht sterben wird. Der Buckelwal ist stark geschwächt, seine Atemfrequenz unregelmäßig und die Brustflossen liegen eng am Körper. Auch der Wasserstand im Kirchsee, wo er liegt, sinkt.
Der Buckelwal hatte sich insgesamt viermal festgesetzt seit seinem ersten Auftauchen Ende März in Wismar. Tom Bär vom Deutschen Meeresmuseum erklärt, dass solche Wale längere Fastenperioden gewohnt sind und während der Paarungszeit keine Nahrung zu sich nehmen. Der genaue Gesundheitszustand des Tieres bleibt jedoch ungewiss; es könnten Infektionen oder Organschäden vorliegen.