Die Mission Artemis-2 bringt Astronauten bis zu 400.171 Kilometer von der Erde entfernt, was eine neue Rekorddistanz darstellt. Nach einem Umkreisen des Mondes kehren die Crewmitglieder am Samstag zurück zur Erde und landen im Pazifik. Beim Wiedereintritt in die Atmosphäre wird ihre Raumkapsel auf bis zu 2760 Grad Celsius erhitzt, was den Hitzeschild auf eine harte Probe stellt.
Im NZZ Quantensprung-Podcast beleuchten wir die Herausforderung durch unsichtbare und unbemerkte Strahlung im All. Diese atomaren Teilchen können Wände durchdringen, menschliche Zellen zerstören und Computersysteme außer Gefecht setzen. Ein provisorischer Schutz für die Artemis-Astronauten besteht momentan aus improvisierten Kissenburgkonstruktionen.
Zukünftig stellt sich die Frage nach besseren Schutzmaßnahmen im All. Artemis 2 dient als Vorstufe für eine langfristige menschliche Präsenz auf dem Mond, einschließlich Forschung und Ressourcengewinnung. Die Crew testet das Raumschiff und die Auswirkungen des Weltraumlebens auf den menschlichen Körper.
Auf der Erde schützt uns eine magnetische Hülle sowie die Atmosphäre vor kosmischer Strahlung, welche bei Aufprall Polarlichter verursacht. Forscher erkunden Wasser als potenzielle Barriere gegen Strahlung: Wenn schwere Ionen wie Eisenatome auf kleinere Teilchen wie Wasserstoff treffen, zerfallen sie und verringern ihre Gefährlichkeit. Wasserstoff ist besonders effektiv aufgrund seiner geringen Größe; viele dieser Atome passen in einem kleinen Volumen.
Um den Umgang mit Wasser in der Schwerelosigkeit zu vereinfachen, wird es als Hydrogel verbaut. Eine 1 Zentimeter dicke Hydrogelschicht kann die Strahlung deutlich reduzieren und ist flexibel genug für Anwendungen wie Raumanzüge.
Die Diskussion um eine interplanetare Menschheit gewinnt an Fahrt, mit Weltraumbehörden und Wissenschaftlern, die den nächsten Schritt planen. Mehr Informationen finden Sie im NZZ Quantensprung-Podcast sowie in der Live-Veranstaltung “Von Science-Fiction zur Realität: Lebensraum Weltall?” am Dienstag, 30. Juni 2026, mit Thomas Zurbuchen und Rabea Rogge in Zürich.