Nach einem schweren Debüt-Verletzungsfall kehrt Alvyn Sanches stark ins Schweizer Nationalteam zurück. Bei seinem ersten Einsatz erlitt der damals bei Lausanne-Sport spielende Angreifer einen Kreuzbandriss, der ihn monatelang außer Gefecht setzte. Trotzdem wurde er kürzlich zum zweiten Mal von Murat Yakin nominiert.
“Mein Traum ist es, für den FC Barcelona zu spielen”, sagte Sanches bei seiner ersten Nominierung im März des Vorjahres. Jetzt, als Spieler der Young Boys und mit einem Vertrag bis 2029, zeigt er sich gelassen: “Ich mache mir keine allzu großen Gedanken über die Zukunft.” Trotz seines Wechsels von Lausanne zu YB bleibt das Interesse an seiner Entwicklung groß.
Sanches’ beeindruckende Rückkehr nach der Verletzung wurde durch intensive Rehabilitation ermöglicht. Nach einer Zwangspause schloss er sich den Young Boys an, wobei die Berner rund 5 Millionen Euro für ihn zahlten – ein Risiko, das sich schnell auszahlte: Sein Marktwert stieg auf 9 Millionen Euro.
Matteo Vanetta, Assistenztrainer der Young Boys, betont Sanches’ mentale Stärke und Anpassungsfähigkeit. Auch in schwierigen Zeiten sei er konstant stark geblieben. Während die Mannschaft durch eine enttäuschende Saison geht, glänzt Sanches auf dem Platz.
Seit seiner Rückkehr im Oktober hat er neun Tore und fünf Vorlagen in 21 Spielen verbucht und trägt maßgeblich zu den Aufstiegsambitionen der Young Boys bei. Murat Yakin sieht darin neue Möglichkeiten für die Offensive des Nationalteams.
Sanches’ Rückkehr eröffnet Optionen: Neben etablierten Kräften wie Dan Ndoye und Breel Embolo könnte er in verschiedenen Rollen punkten, insbesondere als zentraler Spielmacher. Yakin erwägt ihn zunächst auf der rechten Außenbahn einzusetzen, aber Sanches sieht sich auch als Zehner.
Seine einzigartige Kombination aus Passgenauigkeit und Geschwindigkeit macht ihn zu einem potenziellen Schlüsselspieler für die Schweiz. Mit seiner Fähigkeit, Lösungen zu sehen, wo andere nicht, könnte er das fehlende Puzzlestück in Yakins Offensive werden.